10 Dinge, die einem am Flirten hindern können

Da es mittlerweile mehr Flirtratgeber gibt, als vegane Kochbücher, verfolgt mich das  Thema mehr oder weniger. Eher weniger als mehr, da ich auch andere Sorgen im Leben habe, aber doch so viel, dass ich beschlossen habe, hier und heute einen Text zum Thema zu schreiben. Warum auch nicht? In Bücherregalen, auf Facebook und auf Online-Seiten ist es präsent. Titel lauten: Flirten für Anfänger, Flirten für Fortgeschrittene, Flirten für Singles, Flirten für Affen (och, wirklich – nein eh nicht) und es gibt sogar Flirtcoaches und eben solche Seminare. Müsste ich eines halten, es wäre bestimmt alles, außer hilfreich. Warum? Das verrate ich unten im Text. Deshalb empfiehlt es sich, weiterzulesen.

Bei mir funktioniert flirten ganz intuitiv, ich kann das nicht generell, sondern nur, wenn ich das gegenüber anziehend finde auf allen Ebenen. Wenn dem nicht so ist, bin ich ein emotionaler Mimik- und Gestikstein. Deshalb kann ich euch leider auch keine wertvollen Tipps geben, wie man am besten flirtet. Ich kann euch nur sagen, es macht Spaß. Und ich kann euch sagen, was einem am Flirten hindern kann.

  • Kurzsichtigkeit: Ich kann euch gar nicht sagen, wie oft mir meine Kurzsichtigkeit in Kombi mit meiner Vergesslichkeit schon in die Quere gekommen ist. Wahrscheinlich wäre ich schon seit 10 Jahren verheiratet und hätte ebenso viele Kinder. Aber nein: Ich vergesse einfach viel zu oft meine Brille, oder ich steig drauf, oder, oder. Was ich euch auf eurem Weg mitgeben kann: Wenn ihr kurzsichtig seid, setzt eure Brille auf. Dann müsst ihr nicht jeden Menschen, der nicht gerade vor euch steht, ansehen als hättet ihr Böses im Schilde, weil ihr die Augen so weit zukneift. Außerdem können Augenbewegungen beim Gegenüber falsche Hoffnungen wecken. So manch ein Mann hat meine zusammengekniffenen Augen schon als Anlass genommen, um mir näher zu kommen. Sehr sexy.
  • Schüchternheit: Das ist jetzt der wahrscheinlich 100. Satz zu meiner eigenen Schüchternheit. Und wieder wird mir niemand glauben. Es ist nicht sonderlich hilfreich, wenn man bei Männern, die man nicht kennt, aber attraktiv und/oder interessant findet, einfach wegschaut und sie ignoriert, weil man Angst hat. Oder man komisch zu grinsen beginnt und man nicht ausschließen kann, ob man vor lauter Verlegenheit sogar gegrunzt hat (Achtung: Selbstironie). Also: wenn du flirten willst, solltest du deine Schüchternheit überwinden und den Tatsachen, oder dem Mann in die Augen schauen. Oder du bleibst einfach schüchtern, weil du nicht anders kannst, so wie ich.
  • Verklemmtheit: So, nachdem ich jetzt genug über mich selbst hergezogen bin, gehe ich über zu mir unbekannten, fiktiven Personen. Wenn jemand zu verklemmt ist, weil er nur eine Beziehung und was „Ernstes“ möchte und nicht in der Lage ist, diese Tatsachen und Wünsche aus seinem Gesichtsausdruck und seiner Körperhaltung zu bringen. Wie eine Statue, die nur darauf wartet, dass man sie mit nach Hause nimmt und sie täglich abstaubt. Es tut mir Leid, die Metapher ist schlecht und passt auch nicht in den Text. Finde dir einfach eine bessere. Danke! Was ich damit sagen möchte: Wenn du flirten willst, solltest du einfach offen sein. Und locker!
  • Anti-Flirt-Themen: Manchmal würden manche Leute glaube ich gerne flirten, wissen jedoch nicht genau wie (gleich wie ich). Nur, dass ich weiß, dass gewisse Themen nicht sonderlich sexy beim Gegenüber ankommen. Wie z.B. ExfreundInnen und wie toll sie waren und wie gut manche von ihnen denn nicht gepasst hätten, wenn dies und jenes nicht gewesen wäre. Ja, das Leben ist hart, man muss ich aber dennoch mit ihm konfrontieren und es ziehen lassen. Also: Wenn du flirten willst, sei flirty und nicht arm.
  • Körperliche Abwesenheit: Es ist schwierig mit jemandem live zu flirten, der physisch nicht anwesend ist. Natürlich kann man auch online flirten. Doch darum geht es in diesem Beitrag nicht. Online kann jeder (wobei, warte! Nein, ich revidiere diese Aussage.) Für das Live-Flirten gilt jedoch: Anwesenheit ist eher Grundvoraussetzung. Deshalb: Wenn du mit jemandem flirten willst: Sei körperlich anwesend.
  • Geistige Abwesenheit: Um ehrlich zu sein, kam mir dieser Gedanke erst nach dem Punkt der körperlichen Abwesenheit. Flirten erfordert z.B. Zeit, Energie, Können, ein Gegenüber, Charm, Interesse u.v.m.. Nicht verwunderlich, dass es nicht gut ist, wenn man geistig in Nebraska ist, wenn man sich körperlich gerade in Paris befindet. Verstehst du, was ich meine? Nein? Dann buche doch auch gleich meinen imaginären Flirtkurs „Flirten von Alaska bis Nebraska“.
  • Interessante Gerüche: Mit interessant meine ich nicht immer interessant. Manchmal zwar schon, aber interessant hat dann meistens eine negative Komponente. So wie ein „aber“ nach einem Lob: Auch da weißt du ganz genau: Du hast versagt und das Lob war nur die Einleitung zur Pointe. Kurz gesagt könnte man sagen: Wer flirten möchte, sollte nicht stinken. Weder nach Knoblauch, noch nach Zwiebel, Schweiß, Katzen, Hunden oder Urin. Eigentlich bietet es sich am besten an, wenn man frisch geduscht ist. Oder zumindest neutral riecht. Denn, wenn man mit seinem Gegenüber flirten möchte, verspürt man oft auch den Wunsch nach Nähe. Seltsam, oder? Ist aber so. Deshalb: Duften und duschen hängen unmittelbar miteinander zusammen.
  • Egomanie: Ich glaube, alle anderen Punkte können vernachlässigt werden, wenn du Egomane bist. Oder Narzisst, oder beides. Damit meine ich: Wenn du bei einem Kennenlernen oder potenziellen Kennenlernen nur dir selbst Komplimente machst, brauchst du eigentlich dein Gegenüber nicht. Es ist selten so, dass andere über Leute, die sich für Jesus halten, ebenfalls denken, er/sie sei Jesus. D.h. wenn du dir lieber selbst Komplimente machst als anderen, dann triff dich doch mit dir selbst. Deshalb: Halte deine Selbstverliebtheit zumindest bis zur Hochzeit zurück, dann ist es rechtlich abgesichert. (Ich weiß, Romantik kann ich). Buche deshalb auch gleich meinen imaginären Kurs „Romantisch, romantischer, Nicole – romantisch sein ist toll.“
  • Andere Menschen: Natürlich sollte man seine Flirtkünste ausweiten, schulen und erproben. Was jedoch nicht gut ankommt, ist dies in der Gegenwart der eigentlichen Flirtpartei zu tun. Sprich: Wenn du ein Date hast und mit deinem Gegenüber flirtest, braucht es nicht auch noch den Kellner dazu. Besonders ungünstig ist es, wenn du vergeben sein solltest, und dein Partner plötzlich den Flirt stört. Das macht einerseits die lockere Stimmung kaputt und bringt eventuell noch andere Probleme mit sich, auf die ich hier (aus Platzgründen) nicht näher eingehen möchte.
  • Nacktheit: In manchen Ländern ist Nacktheit im öffentlichen Raum vielleicht erlaubt. Da dies jedoch kein Beitrag zu Nacktheit im öffentlichen Raum ist, kann ich auch darauf nicht wirklich eingehen. Auf’s Flirten bezogen, kann das Fehlen von Gewand irgendwie irritieren. Oder vom Wesentlichen ablenken, sofern es was gibt. Ob es etwas Wesentliches gegeben hätte, wird man aber nie erfahren, wenn man die Dinge überstürzt und gleich nackt ist. Nur für den Fall, dass ihr gerne mit der Türe ins Haus fallt: Behaltet die Kleidung an.

 

So, mit diesen 10 blinkenden Warnschildern ausgerüstet, sollte dem perfekten Flirt eigentlich nichts mehr im Wege stehen, außer vielleicht ein Lkw mit mehreren Tonnen, was in meinem Fall dann die Schüchternheit wäre. Ich hoffe, ihr nehmt das Leben nicht zu Ernst und habt Spaß.

P.S.: Das Leben ist ja wirklich witzig. Ich bin heute extra an die Bib gefahren, um diesen Text (und noch ein paar andere) fertig zu schreiben. Und was passiert da: Ein Double meines absoluten Traummanns sitzt mir gegenüber und ich bin einfach nur arm und hilflos!

 

Ironische und radschlagende Grüße,
Eure Nicole

 

Radschläge

Advertisements

Kolumne: Was wollen Männer?

Wenn ich ehrlich bin, habe ich mir die Frage selten im eigentlichen Sinne gestellt. Wahrscheinlich, weil ich in erster Linie daran interessiert bin, was ich möchte. Und doch lese ich ab und zu Artikel, die beschreiben, was Männer wollen und was nicht. Die meisten kann ich jedoch nicht zu Ende lesen, weil ich mich sonst manipuliert und voreingenommen fühle. Und zusammengefasst lässt sich sagen, dass Männer eigentlich fast nichts wollen. Sie wollen keine zu attraktive Frau, zu erfolgreich darf sie auch nicht sein, nicht mehr verdienen, nicht zu lustig sein, aber dennoch muss sie über die Witze lachen. Sie muss erobert werden wollen, aber auch Zeichen senden und ihre Reize zeigen. Das ist kein Hirngespinst aus meinem psychologischen Gehirn, sondern eine Kurzzusammenfassung jener Artikel und YouTube-Videos, die ich bisher konsumiert habe.

Man kann sich jetzt natürlich fragen, warum ich das überhaupt lese? Das hat vor allem den Grund, weil ich grundneugierig (nein, das Wort gibt es nicht!) bin und ich das Mysterium des Mannes nicht wirklich logisch durchschauen kann. Ich gehe da immer intuitiv vor, habe das immer so gemacht und werde es aller Wahrscheinlichkeit auch immer so machen. Doch ich habe mir sagen lassen, dass es Tipps und Tricks gibt und dass Frauen Männern gefallen wollen und viele Dinge beachten.

Das Spannende ist, dass 1. jedes Mal, wenn ich einem Mann gefallen wollte, ich dabei versagt habe, weil ich 2. nicht authentisch war und aus meiner Natürlichkeit gefallen bin. Dann war ich eine Mischung aus halbweisen Ratschlägen, Tipps und Vermutungen, was denn das Objekt der Begierde wohl wollen und meinen könnte. Wahrscheinlich liegt es daran, dass ich enorm schlecht darin bin, nicht ich selbst zu sein. Es klingt komisch, aber ich kann eigentlich nicht anders, als ich zu sein. Was auch beinhaltet, dass ich nichts befolgen kann, was ich nicht bin. Also bin ich vor allem eines: Ehrlich!

Was aber nicht heißt, dass ich mich nicht auch manchmal extra hübsch mache, wenn ich ausgehe und mir denke, dass ich heute sehr gut aussehe. Lustiger Weise sind dies dann meist jenen Abende, wo ich an meinem Getränk nippend auf der Tanzfläche wackle (nicht, weil ich so betrunken wäre, aber weil mir gerade kein anderes Wort einfällt) und mich wundere, warum denn niemand meinem Aufwand Aufmerksamkeit schenkt.

Und dann gibt es Abende wie gestern. Unausgeschlafen, müde und eigentlich bettreif und -fertig, geht man zu Freunden, um einen gemütlichen Abend zu verbringen. Man zieht eine ausgewaschene Jeans, eine x-beliebige Weste und einen Schal an, den man normalerweise nur bei Strick- und Teeabenden mit seiner Großmutter an hat. Dazu kombiniert man einen Turnbeutel und Turnschuhe. Mit letzter Kraft schmiert man sich noch ein wenig Make Up, über die mangels Schlaf entstandenen Augenringe, die auch gut die Krater auf dem Mond symbolisieren könnten. Eigentlich möchte man schon heim, doch weil der Abend lustig ist und man seine Freunde mag, geht man noch „fort“. Dort steht man dann wie eine schlecht verankerte Laterne im Wind und hebt unmotiviert alle 3 Takte die Arme, damit  man sich bewegt, weil die Musik ja eigentlich ganz nett ist. Während man mit Bier vollgeschüttet wird und grantig dahingrantelt (nein, auch dieses Wort gibt es nicht!), wird man von allen Seiten angerempelt und am Turnsack berührt, weil niemand vorbei kann. Ich hätte mir nie gedacht, dass man an einem Abend wie diesem: Müde, grantig, eigentlich schon gedanklich im Bett und nach Bier und wahrscheinlich auch anmutend nach Schweiß riechend, so viele Angebote bekommt.

In Gedanken ging ich die eingangs erwähnten Ratgeber durch und bemerkte: Ich habe nicht einen einzigen davon befolgt, im Gegenteil. An diesem Abend war ich einfach nur ein Mensch und mehr ich selbst als ich es sein würde, wenn ich jemandem gefallen möchte. Diese Erfahrung hat mich nur darin bestätigt, dass es im Prinzip egal ist „was Männer wollen“, weil es keine Geheimtipps gibt, außer das Lied der Ärzte („Das Lied vom Scheitern“, welches besagt: „Du bist immer dann am Besten, wenn’s dir eigentlich egal ist.“

Analysierte Grüße,
Eure Nicole

man-2854030_1280

 

 

Rollenwechsel: Eine Stunde als sportliche Frau

Ich bin eigentlich ein sehr sportlicher Mensch, der sich gerne bewegt. Leider verdecken das meine Speckröllchen und Reserven, die sich liebevoll an meinem Körper verteilen. So beschränkt sich mein Bewegungsdrang in den letzten Monaten auf ein paar Wege – diese sind aber wirklich regelmäßig und werden strikt eingehalten: Aus dem Bett ins Bad, vom Bad zum Kühlschrank, vom Kühlschrank auf die Couch, von der Couch auf die Terrasse. Für wen das jetzt so klingt, als wäre ich derzeit etwas träge, dem muss ich sagen, dass der Eindruck täuscht. Ich gehe wirklich auch über meine Grenzen. Mehrmals pro Woche verlasse ich die Wohnung, um meinen Wegen in den eigenen vier Wänden eine tiefe Bedeutung zu geben: Ich gehe einkaufen. Abends bin ich besonders willenstark. Da gehe ich zur Bim und auch in Lokale. Auch dort bewege ich mich an die Bar, auf die Tanzfläche oder auf die Toilette (wenn es sein muss und mein innerer Schweinehund das „Okay“ dafür gibt).

So, Spaß und Ironie beiseite (also für einen kurzen Moment nur natürlich). Die Wahrheit ist, dass ich aus diversen (nicht perversen) Gründen, einfach selten Lust habe, Sport zu machen. Ich habe viele tolle Ausreden, um mich immer wieder davor zu drücken, mich z.B. in ein Fitnesscenter anzumelden. Auch wenn ich weiß, woran es liegt, fällt es mir schwer, das zu ändern. Theoretisch weiß ich als angehende Psychologin ja alles und fast immer alles besser (Vorsicht, Selbstironie!), doch ich müsste glaube ich noch 4 Mal Psychologie studieren, um meine Menschlichkeit zu verlieren. Somit könnte ich nämlich einfach all meine menschlichen Schwächen beiseite lassen. Das vermuten nämlich 61,25 Prozent der Menschen. Mit unreflektierten Aussagen wie: „Naja du studierst ja Psychologie…. Du musst das ja wissen, wie das geht.“ Natürlich, ich bin eigentlich Jesus, nur sage ich das keinem, ich werde nicht gerne verehrt. Also muss ich weiter so tun, als wäre ich nur ein Mensch wie du und ich.

Manchmal beobachte ich dann Profile von Menschen, die ständig posten, wenn sie sich irgendwie bewegen. Das wiederum hat mich bewegt. Ich dachte mir: „Nicole, das kannst du auch. Wie wäre es, wenn du heute deine Laufkleidung aus dem Keller holst, dir einen sportlichen Zopf machst, dir dein Handy schnappst und einfach Mal in die Rolle einer super aktiven Person schlüpfst? Dann machst du einfach ein Selfie von deinem Gesicht und deinen Schuhen, legst einen Filter drüber und hoffst, dass dich jemand bestärkt.“ Gedacht getan. Ich schnappte mir also mein Sportgewand, schaute, wie viel davon ich aufgrund welcher Temperatur anziehen sollte, nahm meinen Schlüsselbund, der aus 20 Schlüsseln besteht und mein Handy. Ich möchte auch gerne in meinen Kopf mitnehmen und euch beschreiben, wie es mir als sportliche Insta-Poserin gegangen ist.

Boah, bin ich vielleicht unmotiviert, aber ich sollte mich einfach Mal wieder bewegen. Der nächste Sommer kommt bestimmt und du jammerst sonst wieder die ganze Zeit, dass du dich nicht wohl fühlst in deiner Haut. Du bist noch in keinem Fitnesscenter angemeldet, also geh zumindest laufen. Sollte ich schon im Lift ein Selfie machen, damit ich allen zeigen kann, wie sportlich ich bin? Ja, schießen wir Mal ein Bild. Oje, bist du blass. Du solltest nicht nur ins Fitnesscenter, sondern auch ins Solarium. Warum knarrt der Lift eigentlich so? Ich mag ihn nicht. Ich mache die Tür zur Straße auf und verlasse mein Wohngebäude
Boah, es ist kalt draußen, aber wenn ich mich bewege, wird mir sicher warm. Ich überquere die Straße und gehe und gehe und gehe und gehe. Mittlerweile habe ich schon 4 Straßen überquert.

Ich sollte endlich anfangen zu laufen, sonst gehe ich die gesamte Strecke zu Fuß und hab keine mehr zum Laufen. Wah, ich sehe mit dieser Brille so schlecht, voll blöd dass ich auf meine andere drauf gestiegen bin. Ach Gott, ein Pärchen, könnte das vielleicht Platz machen, für arme unsportliche Frauen? Der Boden ist einfach viel zu schlecht zum Laufen, ich gehe noch ein Stück. Vorne bei dem LKW fange ich dann an zu laufen. Warum sind hier so viele Blumen zum Verkauf am Straßenrand? Aja, da ist ein Friedhof. Irgendwie schräg, die Menschen in ihrer Bedürftigkeit aufzulauern und damit ein Geschäft zu machen. Aber irgendwie auch praktisch gedacht. Ich habe nun schon die dritte Playlist begonnen und keine davon motiviert mich. Vor allem die eine mit dem Text zu einer verlorenen Liebe nicht.

Warum habe ich das mit der Playlist nicht eigentlich vorher geregelt? Wahrscheinlich weil ich das letzte Mal per Zufall eine passende gefunden habe. Oh mein Gott, wie sehr nervt eigentlich dieser Schlüsselbund. Ich greife mir unter den Pullover und fühle mich leicht komisch. Aber ich muss eine ideale Position für meine, gefühlt 100 Schlüssel finden, damit sie nicht ganze Zeit klimpern.
So, nach der Frau mit dem Kinderwagen, beginne ich mit dem Laufen. Ach, nein doch nicht. Hier sitzen so viele Männer, die mich gerade anstarren. Wenn ich vor ihnen umfalle aus Atemnot, wäre das peinlich. Würden sie mir helfen? So, nach der nächsten Laterne beginne ich. Aber hinter mir ist eine Läuferin, die ich zuerst vorbei lasse. Sie sieht so fit aus und ich will nicht gleich am Anfang überholt werden. [Vorspulen bis zum Moment vom Ende des Laufs]

So, heute war echt nicht mein Lauf-Tag. Aber wann war der eigentlich jemals? Egal, ich poste jetzt ein Selfie von mir. Oje, ich bin zwar nicht mehr blass, aber rot wie eine Tomate. Egal, ich schmeiße einfach einen Filter drüber. Welche Hashtags verwendet man da eigentlich? Ich werde es nicht übers Herz bringen, das ernsthaft zu posten. Es macht doch keinen Sinn, oder doch? Scheinbar schon, sonst würden es nicht so viele Leute tun und Leute liken. Was wohl die Leute denken, dass ich schon das 5. Foto von mir selbst mache und alle 3 Meter stehen bleibe?

Wahrscheinlich nichts, weil sie entweder selbst auf ihr Smartphone starren oder sowieso nur mit sich selbst beschäftigt sind.

Mein Resumee: Laufen ist anstrengend, dabei auch  noch Bilder von sich zu machen noch viel anstrengender und der Sinn dahinter erschließt sich mir nach wie vor nicht. Es war eine sehr spannende Erfahrung, die mir wieder Mal gezeigt hat, dass es mir mit mir selbst nie langweilig wird!

Erstaunte Grüße,
Eure Nicole

It’s not the hurt that hurts

Falling into the depth of the places I already know,
years of searching in the wilderness for clearness to show.
It’s not the hurt that hurts,
but it let my heart split,
that it took more than it had to admit.

Take me to the edge you know,
tell me that I’m stronger than mind wind’s blow.
It’s not the hurt that hurts,
but it got me twisted,
to see something over years that never existed.

Burning candles burnt down slow,
love’s fire’s just for heartless, I didn’t know.
It’s not the hurt that hurts,
but it pulled me down,
that you built an ocean just to let me drown.

Dancing shadows guided me wrong,
proved that I was not your favorite song.
It’s not the hurt that hurts,
but my heart got broken,
by left the truth forever be unspoken.

 

hurts