Psychologie zum Mitnehmen: Was kann eine Depression?

Der leichtfertige Umgang mit dem Begriff „Depression“ in den Medien in den letzten Tagen, haben mich zu diesem Artikel veranlasst. Es ist eine mittlere Katastrophe, neben der eh schon unglaublich tragischen Situation noch mehr Öl ins Feuer zu gießen. Nämlich durch vage Vermutungen und vor allem dadurch, psychologische „Diagnosen“ in den Bericht einzuwerfen, als wären sie Fetenhits.

Da es in unserer Gesellschaft ohnehin schon genug Vorurteile psychischen Erkrankungen gegenüber gibt, tragen halbherzige und Informationsgeile Medienberichte nicht zu einer Besserung bei. Es ist einfach ein Wahnsinn, wie Begriffe, die nicht ausreichend erklärt werden, für Dinge verantwortlich gemacht werden, die noch nicht Mal wirklich aufgeklärt worden sind.

Zuvor möchte ich gleich erwähnen, dass „Depression“ nur ein Überbegriff ist. Es gibt mehr Arten von Depressionen, als Sandkörner in der Badetasche, nach einem Strandurlaub. Da es wirklich so viele Formen gibt, möchte ich euch den Link zur „Bibel“ der PsychologInnen, dem ICD 10 geben.

http://www.icd-code.de/icd/code/F30-F39.html

Eine Depression zeigt sich durch etwa folgende Symptome:
– Antriebslosigkeit
– Schuldgefühle
– Ängste
– Schlaflosigkeit
– Unruhe
– Selbstmordgedanken.

Um von einer Depression sprechen zu können, muss man eine bestimmte Anzahl der Symptome über einen längeren Zeitraum haben. Außerdem kann es zwischen Männern und Frauen Unterschiede geben, wie sich eine Depression auswirkt.
Männer: Reizbarkeit und Verstimmung, niedrige Impulskontrolle (schnelles Aufbrausen), Wutanfälle, Neigung zu Vorwürfen, geringe Stresstoleranz, hohe Risikobereitschaft….
Frauen: ziehen sich eher zurück, in sich gekehrt, grübeln, sind ruhiger als gewohnt…

Kurzfakten:

– Wahrscheinlichkeit Erkrankung Frauen: 10-25%
– Männern: 5-12%.
(Zahlen für Österreich)
– Durchschnittl. Erkankungsalter zwischen 25-44 Jahren.
– Dauer: ca. 6 Monate

Meine Meinung:

Ich bin strikt gegen die Verordnung von Psychopharmaka, da ich glaube, dass sie das Wesen eines Menschen verändern, nicht aber die Ursache der Depression wegmachen. Solange diese nicht weg ist, wird auch die Erkrankung nicht weggehen. Egal, wie viele Pulverchen man nimmt. Was sicherlich hilft, sind Aufarbeitung von Problemen, der Vergangenheit und die Umpolung schädlicher Verhaltensmuster. Das geht nur mit Therapie und nicht mit einem Psychiater (der eben Pulvelis verschreibt)

Meine Meinung zur „Mediendiagnose“: Eine Depression per se veranlasst zum 99 Prozent keinen Menschen, so eine Gräueltat zu verrichten. Mehr möchte ich aus Gründen von Respekt und Seriosität nicht dazu sagen.

Liebe Grüße,
Eure Nicole

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2 Gedanken zu “Psychologie zum Mitnehmen: Was kann eine Depression?

    • Ich weiß selbst wovon ich rede, würde aber niemals Antidepressiva nehmen! Vor allem wird damit ja nicht das Problem, die Ursache behandelt, sondern wie du so schön schreibst „jemand oder etwas wird erträglicher gemacht“…. In welcher Gesellschaft leben wir, wo wir uns nicht mal mehr erlauben können, zu sein, wie wir gerade sind? Traurig!

Platz für wertschätzend formulierte, reflektierte, zum Thema passende und nicht romanartige Äußerungen!

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