PsychoLogisch: Wie bewahre ich bei dieser Hitze einen coolen Kopf?

Menschen werden aggressiver, das Eis wird mehr (oder weniger – das kommt immer auf die Sichtweise an: Mal bist du Supermarkt, Mal Konsument) und die Temperaturen steigen. So war das auch an jenem Dienstag (also eigentlich war es letzten, ich wollte nur „jenen“ sagen, da dies spannender klingt), als ich mit Bianca mitten am Stadtrand saß und auf den Bus wartete.

Ich mochte Bianca nicht und ich mag sie bis heute nicht. Nicht nur nicht, weil sie eine dieser Fragen stellte: „Du als Psychologin müsstest ja wissen: Was kann man denn tun, damit man nicht so aggressiv ist, bei diesen Temperaturen?“. Ich bin es nach  bald 28 Jahren Studium leid, zu erklären, dass ich weder Psychologin bin, was denn passieren müsste, dass ich eine wäre und dass ich selbst dann keine Lust hätte, ihre Frage zu beantworten. Ich frage auch nicht jeden Arzt, den ich kenne, ob es schädlich ist, meine Pakemed Pulver täglich mit Gin zu mischen.

Aber egal. Da Bianca nicht aufhörte zu fragen und der Meinung war (und noch immer ist), dass ich über psychologisches Allwissen verfüge, gab ich ihr ein paar Tipps (und hoffe für sie, dass sie sie ausprobiert):

„Bianca“, sagte ich. „Bianca, wenn dir zu heiß ist, probiere doch folgendes“:

  • Der Hofer (Aldi) hat große Kühlschränke, wenn du dort höflich fragst, ob du dich reinlegen darfst, bis es wieder kühler wird, hat sicher niemand was dagegen. Wenn es sich nicht ausgeht, dann versuche es bei Merkur oder Metro – die sind für größere Kunden ausgerichtet.
  • Kaufe dir so viel Eis, wie du dir leisten kann und iss es. Vielleicht kühlst du so von Innen ab. Wenn nicht, hast du wenigstens Eis gegessen.
  • Stelle dich morgens in die Dusche und gehe nicht mehr raus. Wichtig ist nur, dass du deinem Chef Bescheid gibst, warum du nicht zur Arbeit kommst. Arbeitgeber stehen auf Begründungen, weiß auch nicht warum.
  • Kündige deine Wohnung und frage beim nächsten Schwimmbad, ob du dich den Sommer über dort einmieten darfst. Dort hast du dann auch Verpflegung inklusive (Langos, Pommes, Eis am und neben dem Stil, heiße Männer, oder Frauen, oder welche über die du lästern kannst, wenn du magst…).
  • Wickel dich mit Alufolie ein, die du vorher im Kühlschrank gelagert hast. Vielleicht kühlt das im ersten Moment. Es wird sich zwar sicherlich sehr schnell erwärmen, aber das vergisst man eh schnell wieder. Das ist wie mit dem Greifen auf Herdplatten. Man muss es einfach immer wieder tun, damit man weiß, ob man sich wieder verbrennen würde. Oder mit dem Daten von Alpha-Männchen. Da ist es ähnlich. Du weißt schon, wie ich meine. Oder?
  • Gehe einfach überall nackt hin. (Schmiere dich vorher aber gut mit Sonnenmilch ein). Das verhindert zumindest, dass sich dein Gewand mit dem Schweiß vermischt und du nass aussiehst. Du siehst somit nur nackt aus. Erkundige dich aber vorher beim nächsten Polizeirevier, wie viel nackt durch die Stadt gehen kostet.
  • Schlafe einfach den ganzen Tag durch. Und erzähle das aber auch all deinen Freunden, Bekannten und vor allem wieder deinem Chef. Sie verstehen das sicher. Und wer weiß: Vielleicht machen sie ja mit und du wirst zum Trendsetter?
  • Wander doch einfach aus! Nichts ist schlauer und günstiger, als einfach wegen zwei Monaten Hitze alles hinter sich zu lassen und in (beispielsweise) die Arktis zu ziehen.

Ich hoffe, ich konnte Bianca weiterhelfen. Denn dazu sind Leute, die Psychologie studieren ja da. Helfen wann und wo immer es geht.

PsychoLogische Grüße,

Eure Nicole

Radschläge

©Nicole Inez

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9 Gedanken zu “PsychoLogisch: Wie bewahre ich bei dieser Hitze einen coolen Kopf?

      • Im Umgang mit dem Ladendetektiv, der unweigerlich erscheinen wird, muss man darauf achten, dass die Hitze ihn aggressiv macht. Daher bittet man ihn erstmal auch in die Kühltruhe zu kommen, um sich dann vernünftig unterhalten zu können. Ihm dann ein Gratis-Eis anzubieten, dient dann als zwischenmenschlicher Eisbrecher… 😉

      • An den habe ich gar nicht gedacht….. Aber wenn er die Berufsmotivation eines Baumarktverkäufers hat, dann braucht man ihn nicht zu fürchten, weil er sich eh irgendwo versteckt – haha xD
        Auf den Eisbrecher würde ich auch einsteigen 🙂

      • Stimmt, ich hatte gar nicht bedacht, dass der Detektiv schon vor mir in der Truhe ist… 😉
        Er begrüßt dann mit den Worten: „Ich verpetze Sie nicht und Sie verpetzen mich nicht, abgemacht? Darauf ein Eis!“

Platz für wertschätzend formulierte, reflektierte, zum Thema passende und nicht romanartige Äußerungen!

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