Die Sicht der Distanzen

Du stehst vor dir selbst,
du siehst in dein Gesicht.
Es hat sich verändert,
siehst du denn nicht?

Siehst du nicht die Welten,
die dazwischenliegen?
Zwischen so bin ich
und ich möchte mich für euch verbiegen.
Zwischen das will ich
und die Angst wird wieder siegen.

Du hörst auf deinen Herzschlag,
du fühlst in dich.
Er hat sich verändert,
fühlst du es nicht?

Fühlst du nicht die Distanzen,
die unüberwindbar sind?
Zwischen dem was nicht war
und dem, was du dir nie erträumt hast.
Zwischen dem was schon immer Leben ist
und du mittendrin versäumt hast.

Du blickst in die Vergangenheit,
du blickst zurück.
Sie ist nicht mehr da,
merkst du es nicht?

Merkst du nicht die Fremde,
die dort allgegenwärtig ist?
Zwischen all den Lieben
und denen die es wirklich sind.
Zwischen dem ihrigen Trübsal,
und welche Sorgen die deinen sind.

Du kannst im Gestern nach mir suchen,
dich dort drehen, winden
und die Zukunft von dort aus verfluchen.
Du kannst dort Löcher graben,
dich dort verletzen, verschwinden
und sie bohren lassen in den offenen Narben.
Doch eines kannst du dort nicht
und das ist es eben: LEBEN!

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©Nicole Inez

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11 Gedanken zu “Die Sicht der Distanzen

Platz für wertschätzend formulierte, reflektierte, zum Thema passende und nicht romanartige Äußerungen!

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