Wie kann ich mich zum Putzen motivieren?

Sich stapelnde Zeitungen, die so hoch sind, als würde man seit 1970 alle Ausgaben sammeln, obwohl man erst 1980 geboren ist. Fussel auf dem Boden, die so zahlreich sind, dass sie einem Teppich ähneln könnten, obwohl man erst vor drei Tagen Staub gesaugt hat. So viele Haare im Waschbecken und in der Dusche, dass man daraus eine Perücke für fünf glatzköpfige Männer machen könnte. Katzenhaare wie Sand am Meer, obwohl man die Katze nur noch im Garten aussperrt. Kurz gesagt: Zeit zum Putzen!

Es ist Wochenende und man hat das Putzen erfolgreich Tag für Tag vor sich hergeschoben. Doch mittlerweile ist es schon so weit, dass die Katze (oder der Chihuahua) nicht mehr von einem Staubball, der sich auf vielen Fusseln zusammengetan hat, zu unterscheiden ist. Man räumt den Wäscheberg zwar schon von einem Sessel auf den anderen, aber er wird trotzdem nicht weniger. Wahrscheinlich liegt ein Fluch auf ihm, denkt man sich.

Man wartet seit Tagen auf Regenwetter, weil man bei schönem Wetter das Gefühl hat, etwas vom Leben zu verpassen, würde man jetzt die ganze Wohnung putzen. Vielleicht wird es ja morgen endlich düsterer, damit man in Ruhe seinem liebsten Hobby, dem Putzen nachgehen kann. Wenn dem nicht so ist, hat man wenigstens eine gute Entschuldigung, warum man sich erst durch Spinnweben kämpfen muss, bevor man jemandem die Tür öffnen kann.

Eigentlich kenne ich keinen Menschen, dem putzen Spaß macht. Aber ich kenne auch kaum einen Messi (also Leute die ein gestörtes Sauberkeitsempfinden haben und die Ratten, die sich aufgrund des Drecks eingenistet haben, als Kindern bezeichnen). Die meisten Leute, die ich kenne, fügen vor dem Wort „Putzen“ drei andere „ich muss/sollte Mal wieder….“. Irgendwie klingt das nach einer lästigen Verpflichtung. Ähnlich wie Herpes. Doch Herpes ist heute nicht Thema. Darüber unterhalte ich mich (euch) mit euch an einem anderen Tag.

Jeder kennt es, niemand gibt es zu und viele verfallen ihr immer wieder: der akuten Unlust zu putzen. Woher kommt sie und wohin geht sie? Und warum überfällt sie einen immer wieder? Dies alles sind Fragen an das Universum, auf die wir einfach keine Antwort bekommen werden, außer vielleicht: Weil putzen einfach nervt! Punkt! Ende.

Doch was kann man tun, um doch die Motivation an dieser doch regelmäßig stattfinden sollenden Tätigkeit, nicht zu verlieren?
Da ich Psychologie studiere, kann ich auch über das Putzen gute Radschläge verteilen.

  • Kaufe dir Schafe und mische Körner (oder was auch immer Schafe gerne essen) unter den Staub und lass die Tiere deine Wohnung sauber essen. Dieser Tipp ist inspiriert durch rasenmähende Schafe.
  • Spritz deine Wohnung mit einem Kärcher aus oder zünde sie an. In beiden Fällen brauchst du sie nie mehr putzen.
  • Arrangiere dich mit dem Dreck. Das ist ähnlich wie bei gestörten Menschen: Akzeptiere einfach, dass es sie gibt, lass sie toben und walten. Wenn es zu bunt wird, kannst du immer noch die Reißleine ziehen (oder im Wohnungsfall) putzen. Schimmel wäre hier die Grenze. Soll angeblich gesundheitsgefährdend sein. Wer möchte, kann das ausprobieren und mir dann sagen, ob es stimmt.
  • Lade dir einfach jeden 2. Tag Besuch ein. Niemand will sich vor fremden Menschen schämen, also wird er auch putzen, bevor Besuch kommt.
  • Die einfachste Lösung gegen Putzdemotivation sind Kinder: Wer kleine Kinder hat, muss sie in einer sauberen Umgebung aufwachsen lassen, sonst bekommt man Probleme mit Ämtern und Behörden. Und sobald sie gehen können, können sie dann putzen. Eine Win-Win-Situation quasi.
  • Reibe dich mit Öl oder Klebstoff ein und rolle dich durch die Wohnung. So verbindest du Sport mit Putzen. Was will man mehr?
  • Huste den Staub aus der Wohnung. Lade Freunde ein. Mach eine Party. Trinke Alkohol dazu, dann wird es lustiger.
  • Warte auf den Sommer, dann siehst du den Dreck besser als zur düsteren Herbst- und Winterzeit. Das kannst du übrigens auch als Erklärung und Entschuldigung anwenden, warum es bei dir aussieht wie Sau.
  • Mir fällt kein 9. Punkt mehr ein, weil es nur diese 8 ultimativen Tipps gibt. Diese sind universell gültig und nicht anzufechten.
  • Wenn du schon zu faul zum putzen bist, kannst du dir schon zumindest selbst einen 10. Motivationstipp überlegen.

 

Ich hoffe, ich konnte euch mit meinen Lifestyletipps gut weiterhelfen.

 

Saubere Grüße,
Eure Nicole

 

Radschläge

 

Text und Idee: Nicole Inez

 

 

 

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13 Gedanken zu “Wie kann ich mich zum Putzen motivieren?

  1. hmmm die Idee mit den Kindern ist nicht ganz so gut ,meistens putzt man denen noch hinterher selbst wenn sie schon gehen können ,später gehen sie dann einfach und überlassen dir ihren Müll beim Auszug ….. Freunde einladen ist schon besser , am besten zur Besen- Party da kann dann jeder mithelfen die Wollmäuse oder was auch immer zu entfernen. Zum Dank gibt’s dann ein paar von den alten Zeitschriften mit auf den Weg.
    schönen Abend noch wünscht eine schmunzelnde wolfcat 🙂

    • Ohja, da hast du Recht…. Meine Vorschläge habe ich wohl nicht bis zum Ende gedacht… Wobei das vielleicht auch Erziehungssache ist 😉 Wenn man sie zu Putzfimmeln erziehen würde, wären sie gut geschult 😉

      Liebe Grüße an dich

  2. Putzen,ja,das nötigste.Was nach einiger Zeit stinken kann muss gemacht werden. Mülleimer und Klo.Zwei glatte Flächen in der Küche wenn man zur Tür hereinkommt macht auch schon mal einen guten Eindruck Herd und Anrichte.Seine Ordnung sollte vieles haben .Denn das ist auch für den oder die Mitmenschen im Wohnbereich gut. Dieser Stress dann etwas zu suchen fällt schon mal weg….dann. Das ist so das Oberflächliche.Ja gut ,im Detail gibt es dann die Ecken oder die Backbleche oder Fenster ,,ja gut.aber das kriegt man schon hin.

  3. Tip eins habe ich in Ermangelung der Schafe mit dem Hund probiert… führte zu einer unschönen Sabberverklebungen, die nicht mal mehr der Staubsauger lösen konnte… Geniale Ansätze für geniale Ausredner… 😆

  4. Aber, aber, aber… ich bin wohl ein seltenes Exemplar… getrau mich fast nicht, deine psychologischen Erkenntnisse hier einfach so zu überwerfen… doch… ich putze gerne. 😀

  5. “ Lade dir einfach jeden 2. Tag Besuch ein. Niemand will sich vor fremden Menschen schämen, also wird er auch putzen, bevor Besuch kommt.“ – Funktioniert bei mir super. Angenehmer Nebeneffekt: bringt auch das Sozialleben in Schwung.

Platz für wertschätzend formulierte, reflektierte, zum Thema passende und nicht romanartige Äußerungen!

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