„You need to live again“

Sometimes all you can do is sit and watch the rain,
running down your face again.
Held back tears,
future signed fears,
when no one’s near there is.
So much you would love to say,
but you keep the silence anyway.

Sometimes all you can do is wait and listen to the thunder,
emotions crawling deep down under.
Moving on,
step by step,
caring for the new born lack.
So much I would love to say,
but I keep my distance anyway.

Sometimes all you can do is hoping for the storm to pass,
feeling individual like the mass.
Holding on to hope,
climbing up the other rope.
So much we would love to say,
but we keep our distance anyway.

You need to travel to arrive.
You need to be dead to feel alive.
You need to be sad to feel the luck.
You need to be free to know you’re stuck.
You need to live again.
Without compromises without a when.
Cause if it is right it would have happened then.

– Nicole Inez

Liveagain

 

 

 

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10 Dinge, die einem am Flirten hindern können

Da es mittlerweile mehr Flirtratgeber gibt, als vegane Kochbücher, verfolgt mich das  Thema mehr oder weniger. Eher weniger als mehr, da ich auch andere Sorgen im Leben habe, aber doch so viel, dass ich beschlossen habe, hier und heute einen Text zum Thema zu schreiben. Warum auch nicht? In Bücherregalen, auf Facebook und auf Online-Seiten ist es präsent. Titel lauten: Flirten für Anfänger, Flirten für Fortgeschrittene, Flirten für Singles, Flirten für Affen (och, wirklich – nein eh nicht) und es gibt sogar Flirtcoaches und eben solche Seminare. Müsste ich eines halten, es wäre bestimmt alles, außer hilfreich. Warum? Das verrate ich unten im Text. Deshalb empfiehlt es sich, weiterzulesen.

Bei mir funktioniert flirten ganz intuitiv, ich kann das nicht generell, sondern nur, wenn ich das gegenüber anziehend finde auf allen Ebenen. Wenn dem nicht so ist, bin ich ein emotionaler Mimik- und Gestikstein. Deshalb kann ich euch leider auch keine wertvollen Tipps geben, wie man am besten flirtet. Ich kann euch nur sagen, es macht Spaß. Und ich kann euch sagen, was einem am Flirten hindern kann.

  • Kurzsichtigkeit: Ich kann euch gar nicht sagen, wie oft mir meine Kurzsichtigkeit in Kombi mit meiner Vergesslichkeit schon in die Quere gekommen ist. Wahrscheinlich wäre ich schon seit 10 Jahren verheiratet und hätte ebenso viele Kinder. Aber nein: Ich vergesse einfach viel zu oft meine Brille, oder ich steig drauf, oder, oder. Was ich euch auf eurem Weg mitgeben kann: Wenn ihr kurzsichtig seid, setzt eure Brille auf. Dann müsst ihr nicht jeden Menschen, der nicht gerade vor euch steht, ansehen als hättet ihr Böses im Schilde, weil ihr die Augen so weit zukneift. Außerdem können Augenbewegungen beim Gegenüber falsche Hoffnungen wecken. So manch ein Mann hat meine zusammengekniffenen Augen schon als Anlass genommen, um mir näher zu kommen. Sehr sexy.
  • Schüchternheit: Das ist jetzt der wahrscheinlich 100. Satz zu meiner eigenen Schüchternheit. Und wieder wird mir niemand glauben. Es ist nicht sonderlich hilfreich, wenn man bei Männern, die man nicht kennt, aber attraktiv und/oder interessant findet, einfach wegschaut und sie ignoriert, weil man Angst hat. Oder man komisch zu grinsen beginnt und man nicht ausschließen kann, ob man vor lauter Verlegenheit sogar gegrunzt hat (Achtung: Selbstironie). Also: wenn du flirten willst, solltest du deine Schüchternheit überwinden und den Tatsachen, oder dem Mann in die Augen schauen. Oder du bleibst einfach schüchtern, weil du nicht anders kannst, so wie ich.
  • Verklemmtheit: So, nachdem ich jetzt genug über mich selbst hergezogen bin, gehe ich über zu mir unbekannten, fiktiven Personen. Wenn jemand zu verklemmt ist, weil er nur eine Beziehung und was „Ernstes“ möchte und nicht in der Lage ist, diese Tatsachen und Wünsche aus seinem Gesichtsausdruck und seiner Körperhaltung zu bringen. Wie eine Statue, die nur darauf wartet, dass man sie mit nach Hause nimmt und sie täglich abstaubt. Es tut mir Leid, die Metapher ist schlecht und passt auch nicht in den Text. Finde dir einfach eine bessere. Danke! Was ich damit sagen möchte: Wenn du flirten willst, solltest du einfach offen sein. Und locker!
  • Anti-Flirt-Themen: Manchmal würden manche Leute glaube ich gerne flirten, wissen jedoch nicht genau wie (gleich wie ich). Nur, dass ich weiß, dass gewisse Themen nicht sonderlich sexy beim Gegenüber ankommen. Wie z.B. ExfreundInnen und wie toll sie waren und wie gut manche von ihnen denn nicht gepasst hätten, wenn dies und jenes nicht gewesen wäre. Ja, das Leben ist hart, man muss ich aber dennoch mit ihm konfrontieren und es ziehen lassen. Also: Wenn du flirten willst, sei flirty und nicht arm.
  • Körperliche Abwesenheit: Es ist schwierig mit jemandem live zu flirten, der physisch nicht anwesend ist. Natürlich kann man auch online flirten. Doch darum geht es in diesem Beitrag nicht. Online kann jeder (wobei, warte! Nein, ich revidiere diese Aussage.) Für das Live-Flirten gilt jedoch: Anwesenheit ist eher Grundvoraussetzung. Deshalb: Wenn du mit jemandem flirten willst: Sei körperlich anwesend.
  • Geistige Abwesenheit: Um ehrlich zu sein, kam mir dieser Gedanke erst nach dem Punkt der körperlichen Abwesenheit. Flirten erfordert z.B. Zeit, Energie, Können, ein Gegenüber, Charm, Interesse u.v.m.. Nicht verwunderlich, dass es nicht gut ist, wenn man geistig in Nebraska ist, wenn man sich körperlich gerade in Paris befindet. Verstehst du, was ich meine? Nein? Dann buche doch auch gleich meinen imaginären Flirtkurs „Flirten von Alaska bis Nebraska“.
  • Interessante Gerüche: Mit interessant meine ich nicht immer interessant. Manchmal zwar schon, aber interessant hat dann meistens eine negative Komponente. So wie ein „aber“ nach einem Lob: Auch da weißt du ganz genau: Du hast versagt und das Lob war nur die Einleitung zur Pointe. Kurz gesagt könnte man sagen: Wer flirten möchte, sollte nicht stinken. Weder nach Knoblauch, noch nach Zwiebel, Schweiß, Katzen, Hunden oder Urin. Eigentlich bietet es sich am besten an, wenn man frisch geduscht ist. Oder zumindest neutral riecht. Denn, wenn man mit seinem Gegenüber flirten möchte, verspürt man oft auch den Wunsch nach Nähe. Seltsam, oder? Ist aber so. Deshalb: Duften und duschen hängen unmittelbar miteinander zusammen.
  • Egomanie: Ich glaube, alle anderen Punkte können vernachlässigt werden, wenn du Egomane bist. Oder Narzisst, oder beides. Damit meine ich: Wenn du bei einem Kennenlernen oder potenziellen Kennenlernen nur dir selbst Komplimente machst, brauchst du eigentlich dein Gegenüber nicht. Es ist selten so, dass andere über Leute, die sich für Jesus halten, ebenfalls denken, er/sie sei Jesus. D.h. wenn du dir lieber selbst Komplimente machst als anderen, dann triff dich doch mit dir selbst. Deshalb: Halte deine Selbstverliebtheit zumindest bis zur Hochzeit zurück, dann ist es rechtlich abgesichert. (Ich weiß, Romantik kann ich). Buche deshalb auch gleich meinen imaginären Kurs „Romantisch, romantischer, Nicole – romantisch sein ist toll.“
  • Andere Menschen: Natürlich sollte man seine Flirtkünste ausweiten, schulen und erproben. Was jedoch nicht gut ankommt, ist dies in der Gegenwart der eigentlichen Flirtpartei zu tun. Sprich: Wenn du ein Date hast und mit deinem Gegenüber flirtest, braucht es nicht auch noch den Kellner dazu. Besonders ungünstig ist es, wenn du vergeben sein solltest, und dein Partner plötzlich den Flirt stört. Das macht einerseits die lockere Stimmung kaputt und bringt eventuell noch andere Probleme mit sich, auf die ich hier (aus Platzgründen) nicht näher eingehen möchte.
  • Nacktheit: In manchen Ländern ist Nacktheit im öffentlichen Raum vielleicht erlaubt. Da dies jedoch kein Beitrag zu Nacktheit im öffentlichen Raum ist, kann ich auch darauf nicht wirklich eingehen. Auf’s Flirten bezogen, kann das Fehlen von Gewand irgendwie irritieren. Oder vom Wesentlichen ablenken, sofern es was gibt. Ob es etwas Wesentliches gegeben hätte, wird man aber nie erfahren, wenn man die Dinge überstürzt und gleich nackt ist. Nur für den Fall, dass ihr gerne mit der Türe ins Haus fallt: Behaltet die Kleidung an.

 

So, mit diesen 10 blinkenden Warnschildern ausgerüstet, sollte dem perfekten Flirt eigentlich nichts mehr im Wege stehen, außer vielleicht ein Lkw mit mehreren Tonnen, was in meinem Fall dann die Schüchternheit wäre. Ich hoffe, ihr nehmt das Leben nicht zu Ernst und habt Spaß.

P.S.: Das Leben ist ja wirklich witzig. Ich bin heute extra an die Bib gefahren, um diesen Text (und noch ein paar andere) fertig zu schreiben. Und was passiert da: Ein Double meines absoluten Traummanns sitzt mir gegenüber und ich bin einfach nur arm und hilflos!

 

Ironische und radschlagende Grüße,
Eure Nicole

 

Radschläge

Über den Dächern der Stadt

Hier sitze ich nun. Über den Dächern der Stadt.
Vor meiner Zukunft und hinter meiner Vergangenheit.
Die Lichter der Stadt verlauten Hoffnung,
auch wenn unsere heute gestorben ist.
Ich blicke zum Himmel.
Ich sehe die Sterne und da läuft meine Vergangenheit
an mir vorbei.
Und ich begreife, dass das Leben voller wertvoller
Begegnungen ist. Und dass du nur eine davon warst.
Ich sehe mein Leben Revue passieren.
All die Menschen, die mich geprägt haben.
All die Erfahrungen, die mich geformt haben.
Du warst eine davon.
Ich blicke in den Himmel.
Die zahllosen Sterne erinnern mich an jeden
Moment in meinem Leben. Du warst einer davon.
Es ist nicht richtig, etwas mehr Bedeutung zu geben,
als es Wert war. Als es ist. Denn es ist, wie es ist:
Jede Begegnung ist wertvoll.
Ich sehe die Lichter in der Ferne.
Ich kenne den Ausblick. Er ist mir vertraut.
Und du weißt, Menschen lieben Vertrautes.
Du weißt auch, dass Menschen Vertrautes auch dann
lieben können, wenn es sie zerstört.
Doch du wusstest nicht, dass du meine Geschichte
wiederholt hast.
Wie ein Regisseur, hast du das Skript meines
Lebens neuinterpretiert und mich zur Hauptdarstellerin
auserwählt.
Und ich habe mitgespielt. Ich wusste es nicht besser.
Ich wusste es nicht schlechter. Ich kannte es einfach.
Doch unser Stück endet hier und heute.
Hier sitze ich nun. Über den Dächern der Stadt.
Vor meiner Zukunft und hinter meiner Vergangenheit.
Die Lichter der Stadt verlauten Hoffnung,
auch wenn unsere heute gestorben ist.
Es ist kalt hier draußen. Ich friere, aber ich liebe
diesen Ausblick. Ich kann mich davon nicht trennen.
Noch eine Zigarette, noch ein Song, noch ein Moment.
Einen Augenblick noch über den Dächern der Stadt sitzen.
Um zu begreifen, dass aus der Entfernung alles klarer wird.
Um zu merken, dass der Himmel voller Sterne ist.
Um zu fühlen, dass man Vergangenes hier nicht leben kann.
Über den Dächern der Stadt.

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Psychology2go: Ist diese Person meine Zeit Wert?

„Eigentlich haben wir nicht viel davon und doch ist es eines der kostbarsten Güter, die wir haben: Zeit.“ – Nicole Inez

Im Laufe seines Lebens lernt man viele Menschen kennen. Die einen bleiben länger, die anderen kürzer. Und wenn man Glück hat, bleiben einem die Liebsten eine lange Zeit im Leben. Doch manchmal – besonders wenn mein ein gutherziger, offener Mensch ist – gerät man an die „falschen“ Personen. Damit will ich nicht sagen, dass es irgendeine Erfahrung in personifizierter Erscheinung gibt, die keinen Sinn macht. Jede Begegnung lehrt uns etwas: Über uns, über das Leben, oder zumindest darüber, wie man selbst nicht sein möchte. Mit den falschen Leuten meine ich Menschen, die einen in irgendeiner Weise nicht gut tun. Von solchen Menschen sollte man sich so schnell wie möglich trennen, sobald man bemerkt, dass mehrere der folgenden Punkte auftreten: (Dieser Text spricht nicht die generellen Energievampire an, die so oder so einfach nur zu meiden sind).

Ich meine damit Susi und Strolchi (Namen von der Redaktion geändert), die einfach nicht gut zu oder für euch sind, weil:

  • Es gibt Menschen, die finden einige Dinge an euch nervig und zeigen/sagen euch das auch permanent auf eine Art und Weise, die euch verletzt. Sie bessern euch sehr oft aus und wissen alles besser. Denn sie wissen auch über dich Bescheid, weil du dämlich bist und dich ruhig so fühlen darfst.
  • Manche Leute belächeln dich und deine Ziele. Sie haben oft keine eigenen oder trauen sich nicht, zu ihren zu stehen. Das Belächeln hat zwar nichts mit dir zu tun, aber es zeigt viel über den Charakter dieses Menschen. Glückliche Leute müssen niemand anderen runtermachen. Willst du mit so jemandem deine Zeit verbringen? Jemand der weder an sich und noch viel weniger an dich glaubt? Bist du eine Witzfigur? Oder warum darf jemand über dich im negativen Sinne lachen?
  • Susi gibt dir permanent Ratschläge, weil sie einfach immer weiß, was gut und was schlecht für dich ist. Auch wenn du nicht fragst, bevormundet sie dich – Charakteranalyse inklusive. Du musst dein Persönlichkeitsprofil gar nicht anfordern, du bekommst es bei jedem Treffen umsonst – bitte, danke, nein danke!
  • Strolchi (der Genderfairness halber) hat schwere Probleme mit sich selbst. Lässt diese aber nicht behandeln, weil sein Stolz es ihm verweigert. Stattdessen läuft er lieber belastet durch die Welt und projiziert verschiedenste Situationen und Erlebnisse auf unterschiedliche andere Situationen, die eigentlich gar nicht real sind. Kurz zur logischen Erklärung: Angenommen Strolchi hat immer wieder Probleme, sich von seiner Schwester Strolchilini abzugrenzen. Sie nutzt ihn nach Strich und Faden aus, aber er merkt es nicht mehr, weil es einfach schon immer so war. Dann trifft er eine neue Person, es entwickelt sich über die Monate eine Freundschaft. Jedes Mal, wenn diese Person Strolchi um einen Gefallen bittet, rastet dieser aus und unterstellt ihr, dass sie ihn nur ausnutzen will. Was ist passiert? Er hat die belastende und verdrängte Situation mit seiner Schwester auf eine eigentlich unschuldige Freundschaft projiziert. Und wo dieses Beispiel herkommt, gibt es noch viel viel mehr.
  • Die Person x (deren Namen wir hier nicht nennen wollen) weiß nicht, wie sie zu dir stehen soll. Deshalb ist sie einmal nett und das andere Mal abweisend und komisch. Das hat damit zu tun, dass sie sich 1. ihrer selbst nicht bewusst ist (sonst würde sie wissen, welche Leute sie mag und welche nicht und welche Schlüsse sie daraus zieht). 2. Hast du Menschen verdient, die zu 100 Prozent sicher sind, warum sie dich so gern mögen und warum sie dich manchmal am liebsten auf den Mond schießen würden.
  • Gesten der Unhöflichkeit: Nicht zurückschreiben, permanent zu spät kommen, nicht richtig zuhören, versetzen, etc. Hier geht es mehr um deine eigenen Wertigkeiten. Diese werden im Laufe einer Freundschaft normalerweise mehr und mehr deutlich. Weiß eine Person, die dir nahe steht, was du überhaupt nicht leiden kannst und macht sie dennoch immer wieder: Lauf Forest, lauf! (Sorry, das musste jetzt sein)
  • Wenn du merkst, dass du nur ein Ersatzprogramm für jemanden bist. Spontane Anrufe wenn Strolchi gerade den Bus verpasst hat, aber sonst nie? Plötzliche Absagen, wenn „jemand besserer“ Zeit hat? Nein, ich sag nein: Da bist du mehr Wert.

Es gibt natürlich noch viel mehr Punkte, wie man merkt, dass es Zeit ist, eine Person in die unendlichen Weiten des „Schleich di“ gehen zu lassen. Doch das sind die Wesentlichen!

Und wie könnt ihr merken, ob es die richtige Entscheidung war, eine Person in die Wüste geschickt zu haben?
Du bereust keine Minute, es getan zu haben.
Es geht dir viel besser ohne sie (die Person).
Deine Gedanken fühlen sich wieder frei(er) an.
Du musst dich viel weniger ärgern.
Du denkst eigentlich kaum an die Person.

Ich wünsche euch, dass ihr bei solchen Entscheidungen auf euer Herz hören könnt und euch traut, ihm zu folgen!

Liebe Grüße,
Eure Nicole

 

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