Wenn du selbst nicht weißt, was du tust, wer soll es dann wissen?

Liebe Leute,
Ich finde ja, man muss nicht viel wissen. Aber zumindest sollte man sich öfter Mal dessen bewusst sein, was man tut 😉 1 x pro Woche würde ja schon reichen.
 
Nachteulige Grüße,
Eure Nicole
Enttäuschung
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Rollenwechsel: Eine Stunde als sportliche Frau

Ich bin eigentlich ein sehr sportlicher Mensch, der sich gerne bewegt. Leider verdecken das meine Speckröllchen und Reserven, die sich liebevoll an meinem Körper verteilen. So beschränkt sich mein Bewegungsdrang in den letzten Monaten auf ein paar Wege – diese sind aber wirklich regelmäßig und werden strikt eingehalten: Aus dem Bett ins Bad, vom Bad zum Kühlschrank, vom Kühlschrank auf die Couch, von der Couch auf die Terrasse. Für wen das jetzt so klingt, als wäre ich derzeit etwas träge, dem muss ich sagen, dass der Eindruck täuscht. Ich gehe wirklich auch über meine Grenzen. Mehrmals pro Woche verlasse ich die Wohnung, um meinen Wegen in den eigenen vier Wänden eine tiefe Bedeutung zu geben: Ich gehe einkaufen. Abends bin ich besonders willenstark. Da gehe ich zur Bim und auch in Lokale. Auch dort bewege ich mich an die Bar, auf die Tanzfläche oder auf die Toilette (wenn es sein muss und mein innerer Schweinehund das „Okay“ dafür gibt).

So, Spaß und Ironie beiseite (also für einen kurzen Moment nur natürlich). Die Wahrheit ist, dass ich aus diversen (nicht perversen) Gründen, einfach selten Lust habe, Sport zu machen. Ich habe viele tolle Ausreden, um mich immer wieder davor zu drücken, mich z.B. in ein Fitnesscenter anzumelden. Auch wenn ich weiß, woran es liegt, fällt es mir schwer, das zu ändern. Theoretisch weiß ich als angehende Psychologin ja alles und fast immer alles besser (Vorsicht, Selbstironie!), doch ich müsste glaube ich noch 4 Mal Psychologie studieren, um meine Menschlichkeit zu verlieren. Somit könnte ich nämlich einfach all meine menschlichen Schwächen beiseite lassen. Das vermuten nämlich 61,25 Prozent der Menschen. Mit unreflektierten Aussagen wie: „Naja du studierst ja Psychologie…. Du musst das ja wissen, wie das geht.“ Natürlich, ich bin eigentlich Jesus, nur sage ich das keinem, ich werde nicht gerne verehrt. Also muss ich weiter so tun, als wäre ich nur ein Mensch wie du und ich.

Manchmal beobachte ich dann Profile von Menschen, die ständig posten, wenn sie sich irgendwie bewegen. Das wiederum hat mich bewegt. Ich dachte mir: „Nicole, das kannst du auch. Wie wäre es, wenn du heute deine Laufkleidung aus dem Keller holst, dir einen sportlichen Zopf machst, dir dein Handy schnappst und einfach Mal in die Rolle einer super aktiven Person schlüpfst? Dann machst du einfach ein Selfie von deinem Gesicht und deinen Schuhen, legst einen Filter drüber und hoffst, dass dich jemand bestärkt.“ Gedacht getan. Ich schnappte mir also mein Sportgewand, schaute, wie viel davon ich aufgrund welcher Temperatur anziehen sollte, nahm meinen Schlüsselbund, der aus 20 Schlüsseln besteht und mein Handy. Ich möchte auch gerne in meinen Kopf mitnehmen und euch beschreiben, wie es mir als sportliche Insta-Poserin gegangen ist.

Boah, bin ich vielleicht unmotiviert, aber ich sollte mich einfach Mal wieder bewegen. Der nächste Sommer kommt bestimmt und du jammerst sonst wieder die ganze Zeit, dass du dich nicht wohl fühlst in deiner Haut. Du bist noch in keinem Fitnesscenter angemeldet, also geh zumindest laufen. Sollte ich schon im Lift ein Selfie machen, damit ich allen zeigen kann, wie sportlich ich bin? Ja, schießen wir Mal ein Bild. Oje, bist du blass. Du solltest nicht nur ins Fitnesscenter, sondern auch ins Solarium. Warum knarrt der Lift eigentlich so? Ich mag ihn nicht. Ich mache die Tür zur Straße auf und verlasse mein Wohngebäude
Boah, es ist kalt draußen, aber wenn ich mich bewege, wird mir sicher warm. Ich überquere die Straße und gehe und gehe und gehe und gehe. Mittlerweile habe ich schon 4 Straßen überquert.

Ich sollte endlich anfangen zu laufen, sonst gehe ich die gesamte Strecke zu Fuß und hab keine mehr zum Laufen. Wah, ich sehe mit dieser Brille so schlecht, voll blöd dass ich auf meine andere drauf gestiegen bin. Ach Gott, ein Pärchen, könnte das vielleicht Platz machen, für arme unsportliche Frauen? Der Boden ist einfach viel zu schlecht zum Laufen, ich gehe noch ein Stück. Vorne bei dem LKW fange ich dann an zu laufen. Warum sind hier so viele Blumen zum Verkauf am Straßenrand? Aja, da ist ein Friedhof. Irgendwie schräg, die Menschen in ihrer Bedürftigkeit aufzulauern und damit ein Geschäft zu machen. Aber irgendwie auch praktisch gedacht. Ich habe nun schon die dritte Playlist begonnen und keine davon motiviert mich. Vor allem die eine mit dem Text zu einer verlorenen Liebe nicht.

Warum habe ich das mit der Playlist nicht eigentlich vorher geregelt? Wahrscheinlich weil ich das letzte Mal per Zufall eine passende gefunden habe. Oh mein Gott, wie sehr nervt eigentlich dieser Schlüsselbund. Ich greife mir unter den Pullover und fühle mich leicht komisch. Aber ich muss eine ideale Position für meine, gefühlt 100 Schlüssel finden, damit sie nicht ganze Zeit klimpern.
So, nach der Frau mit dem Kinderwagen, beginne ich mit dem Laufen. Ach, nein doch nicht. Hier sitzen so viele Männer, die mich gerade anstarren. Wenn ich vor ihnen umfalle aus Atemnot, wäre das peinlich. Würden sie mir helfen? So, nach der nächsten Laterne beginne ich. Aber hinter mir ist eine Läuferin, die ich zuerst vorbei lasse. Sie sieht so fit aus und ich will nicht gleich am Anfang überholt werden. [Vorspulen bis zum Moment vom Ende des Laufs]

So, heute war echt nicht mein Lauf-Tag. Aber wann war der eigentlich jemals? Egal, ich poste jetzt ein Selfie von mir. Oje, ich bin zwar nicht mehr blass, aber rot wie eine Tomate. Egal, ich schmeiße einfach einen Filter drüber. Welche Hashtags verwendet man da eigentlich? Ich werde es nicht übers Herz bringen, das ernsthaft zu posten. Es macht doch keinen Sinn, oder doch? Scheinbar schon, sonst würden es nicht so viele Leute tun und Leute liken. Was wohl die Leute denken, dass ich schon das 5. Foto von mir selbst mache und alle 3 Meter stehen bleibe?

Wahrscheinlich nichts, weil sie entweder selbst auf ihr Smartphone starren oder sowieso nur mit sich selbst beschäftigt sind.

Mein Resumee: Laufen ist anstrengend, dabei auch  noch Bilder von sich zu machen noch viel anstrengender und der Sinn dahinter erschließt sich mir nach wie vor nicht. Es war eine sehr spannende Erfahrung, die mir wieder Mal gezeigt hat, dass es mir mit mir selbst nie langweilig wird!

Erstaunte Grüße,
Eure Nicole

Kolumne: In welchem Verließ bist du aufgewachsen?

Ich verspreche mir selbst regelmäßig, dass ich mich nicht mehr über krasse Verhaltensweisen von Menschen wundern und/oder ärgern werde. Doch dann komme ich immer und immer wieder in Versuchung und dann werde ich schwach. Man könnte es philosophisch formulieren und sagen: „Und dann kam einer, sah und brach den Highscore.“ Natürlich bin ich mir dessen bewusst, dass sich das Aufregen nichts bringt und dass sich Menschen nicht ändern werden. Und das müssen sie auch nicht. Ich für meinen Teil aber wiederum, muss nicht mit jedem zu tun haben und ich muss mir auch nicht alles gefallen lassen. Bei diesem Punkt (der klarerweise von mir selbst stammt) muss ich dennoch einhaken.

Manchmal ist das mit dem sich gefallen lassen (oh ja, Jesus der Rechtschreibung, das ist sicher nicht richtig formuliert, aber es ist 2 Uhr nachts und ich habe 12 Stunden gearbeitet und du kommst nicht für meinen Lebensunterhalt auf, also Psssst.) nicht so einfach: Manche Personen sind einfach so dreist und krass in ihrem Verhalten, dass sogar den Schlagfertigsten unter uns, die verbalen Schläge nicht gelingen wollen. Kennt ihr auch diese Schockstarre, aus der man erst 3 Tage später wieder erwacht? Das ist dann jener Moment, in dem einen 100 Antworten und Verhaltensweisen einfallen, die man anwenden hätte können….. Aber wie meine Oma schon immer schön sagte: „Hätt‘ i, war i…..“.

Umso älter ich werde, desto genauer weiß ich einerseits, was ich mir von einem Gegenüber, mit dem ich längerfristig eine Beziehung aufbauen möchte, erwarte. Andererseits erwarte ich mir von 70 Prozent der Menschheit eigentlich nur noch 3 Dinge: Bitte, Danke und einen Umgangston, der diejenige Person von einem Affen unterscheiden lässt (in der Hektik des Alltags kann ich mich doch nicht bei jeder Begegnung rückversichern, dass ich es doch wohl mit einem Menschen und keinem Tier zu tun habe – womit ich Tiere bestimmt nicht degradieren möchte.) Aber Hugo, ich sage dir ehrlich, es gibt immer wieder Leute, die nicht Mal diese 3 (aus meiner Sicht – ja, weil mein Text) minimalistischen Kriterien erfüllen können. Was bleibt einem da anderes über, als darüber zu schreiben? Hinnehmen ist so mainstream, alltäglich und standard.

Lass mich dir eine schöne Anekdote aus meinem Leben erzählen, bei der ich mir selbst noch immer nicht ganz sicher bin, ob es sich so zugetragen hat. Würde ich regelmäßig trinken, oder hätte ich schon jemals Drogen probiert, würde ich wirklich daran zweifeln, dass die Geschichte wahr ist. Da ich aber bevorzugt und vorrangig nüchtern durch’s Leben schreite, muss ich wohl annehmen, dass mir das wirklich widerfahren ist.

Es kommt manchmal vor, dass man Leute zu sich einlädt, weil man sich gut mit ihnen versteht und weil man einfach bei einem gemütlichen Gläschen zusammensitzen möchte. Da macht man sich dann eine Zeit aus und geht davon aus, dass der Besuch dann ungefähr zur vereinbarten Uhrzeit eintrifft. Doch Guntram-Alberto-Rodrigez sah das anders. Er meinte, mir eine halbe Stunde vor ausgemachter Zeit (natürlich auf mein Nachfragen nach seiner Ankunft) sagen zu müssen, er würde in zwei Stunden aufkreuzen.

Im Normalfall würden normale Leute verstehen, wenn man als Gastgeber dann leicht irritiert und auch leicht fordernd reagiert, wenn es darum geht, sich doch bitte an Zeiten +/- einer viertel Stunde zu halten (außer es gibt wirklich einen Grund, der die Verspätung rechtfertigt). GAR hingegen reagierte sehr mit Unverständnis und 3 Varianten dummer Ausreden in einer Nachricht zurück und erkundigte sich zeitgleich, ob denn auch Vodka vorhanden wäre.

Bitte nicht falsch verstehen: Mich freut es wirklich sehr, wenn sich Gäste in meinem Zuhause wohl fühlen. Doch wenn man es sich wie Guntram gleich Mal liegend auf den Gartenmöbeln bequem macht, weil man müde vom Tag ist, ist das für meine langweilige Normalität (hier bitte ein Sarkasmusschild vorstellen) schon etwas abnorm.
Ich bin zwar durchgängig heterosexuell, aber wenn mir ein behaarter Wanst entgegengestreckt wird, weil er mir gegenüber auf der Couch liegt, wäre ich dem homosexuell Sein nicht abgeneigt. Manche Männer können echt sehr unästhetisch sein. Da helfen nicht einmal zwei Gläser Wein und Dunkelheit.

Was macht man nun also, wenn man sich etwas in die Wohnung eingefangen hat, wie eine Art Zungenherpes und es wieder loswerden möchte? Genau, man hofft, dass es besser wird und ein Glas Vodka den Abend retten kann.
Doch es gibt Menschen, die sind unerhörter, als ungehörte Bands wie die Alpentaler Goaspatzen (falls es diese Band echt gibt: sorry!). Sie fordern allen Ernstes noch Pölster, damit sie bequemer sitzen können.

Der Punkt, an dem ich Menschen scheinbar endgültig rausschmeiße ist jener, an dem sie beschließen, es sich nochmal liegend bequem zu machen, um danach irgendwann einzuschlafen. Man fragt sich danach immer, wie so etwas passieren konnte und wie man so etwas durchgehen lassen konnte, bis man bemerkt, dass es Situationen gibt, die man so noch nie erlebt hat und man demnach auch keine Handlungsmöglichkeiten hat, auf die man zurückgreifen könnte.

Menschen ohne Werte, Respekt und Benehmen, fühlen sich an wie ein Wirbelsturm: Er kommt daher, wirbelt alles auf und hinterlässt offene Münder, die starren und begreifen wollen, was da gerade passiert ist!
Alles, was übrig bleibt ist:
1. Die Möglichkeit, den Schaden zu begrenzen und den Kontakt abzubrechen (wenn man mit einer Person dennoch auskommen muss, ihn minimieren)
2. Sich zu fragen, welche Eltern solche Kinder aus dem Haus lassen
3. Ob es weiterhin Menschen gibt, die in einem Verließ gehalten werden, um dann von Zeit zu Zeit Ausgang zu bekommen.
4. WTF
5. Das Bedürfnis, sich zu fragen, wie man zur Ehre kommt, eine solche Person in sein Leben zu ziehen.
6. Das Rätseln, wie man es hätte verhindern können, dass es soweit kommt.
7. WTF
8. Das Hadern mit sich, ob man seine Kriterien, die ein „Bitte, danke und das Acht geben auf das Gegenüber, einschließen, auch noch über Bord werfen sollte.
9. Das Mutmaßen, wie man zur Ehre kommt, eine „billige Bitch“ und ein „Pfosten“, der gehen und seine Probleme lösen soll, genannt wird, weil man eine Grenze unter das abnorme Verhalten setzt.
10. Die Frage, wie schlecht man eigentlich der deutschen Sprache mächtig sein kann.

Ich habe auf jeden Fall einen ernst gemeint Rat für euch: Lasst euch nicht auf Menschen ein, die euch nicht ebenbürtig sind! Irgendwann werden sie versuchen, euch auf ihr Niveau zu ziehen. Und sie werden das Wort Niveau so schreiben: Nivea.

Entsetzte Grüße,
Eure Nicole

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Mein Leben in Bildern

Man kann seinen Job nur über alles lieben, wenn man beinahe alles sein darf. Heute habe ich Kindern als Wahrsagerin die Zukunft vorhergesagt!

Ich kann es nicht oft genug sagen: Kinder sind unsere Zukunft, also behandelt sie gut.

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Ich denke, ich denke zu viel!

Ich denke, ich denke zu viel.
Du denkst, ich denke zu viel.
Nach. Vorne. Zurück. Nach. Dem.
Nach. Her. Nach. Träglich.
Du denkst, du denkst zu viel.
Doch wenn ich über dich nachdenke,
denke ich nicht, dass du zu viel denkst.
Dann denke ich, dass ich zu viel denke.
Darüber, was ich über mich denke.
Darüber, was ich über dich denke.
Darüber, was du über mich denkst.
Ich denke, ich denke zu viel nach über
Menschen, die denken, sie würden zu viel
denken, aber es nicht tun!
Menschen, die weder vor- noch nachdenken!

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Psychische Probleme sind keine Schande – lass dir helfen!

Psychology2go

Wie ich bereits vor Tagen erwähnt habe, hat mich der Selbstmord des Leadsängers von Linkin Park, Chester Bennington, schwer getroffen. Mehr dazu könnt ihr hier nachlesen: Weil du uns fehlen wirst, Chester! Doch seine Verzweiflungstat ist nur eine von Millionen und bekommt Gehör, weil er reich, berühmt und erfolgreich war. Neben ihm gibt es aber noch unzählig viele andere verzweifelte Menschen, die depressiv oder anders psychisch gestört ihr Leben meistern. Nur weil jemand nach Außen hin ein „glückliches Leben“ zu führen scheint, muss dem nicht so sein. Was einzig und allein zählt, ist wie es in einem aussieht und ob man sich von seelischem Leid, dass man erfahren hat, wieder erholen kann. Dafür gibt es keine Standardformel, ob, wie schnell und in welchem Maße sich ein Mensch davon erholen kann. Doch jeder kann und soll sich helfen lassen, wenn er das Bedürfnis nach Hilfe hat. Das ist keine Schande, sondern eine große Stärke und Zeichen von gesunder Selbstfürsorge.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass psychische Probleme bei Weitem nicht dieselbe Beachtung erlangen, wie körperliche. Niemand wird schief angeschaut, wenn er wegen einer Verkühlung zum Arzt geht, doch ganz bestimmt, wenn man wegen Depressionen oder noch „schlimmeren“ oder unbekannteren Störungsbildern in Behandlung geht. Gut gemeinte Ratschläge und Unverständnis für die wahre Natur dieser Erkrankung prasseln auf den Betroffenen ein. Depression ist was es ist: Es ist eine psychische Erkrankung, eine Hemmung im Leben, ein Leid, das man sich nicht vorstellen kann, wenn man es nicht selbst erlebt hat. Und es ist vor allem eines: Ernst zu nehmen!

Es ist nicht feig, wenn man professionelle Hilfe sucht, sei es bei einem Psychotherapeuten oder einem Psychologen. Ich lasse hier bewusst Psychiater aus, da ich in diesem Feld keine Erfahrungen habe und aber auch weiß, dass ein Psychiater ein Mediziner ist und psychische Probleme aus einem anderen Blickwinkel betrachtet, der nicht mein Zugang ist. Eine Psychiater muss Medizin studieren und darf somit auch Medikamente verabreichen, was er normalerweise auch tut gegen psychische Probleme. Das ist nicht mein Zugang, aber darum geht es in diesem Text nicht. Es ist aber in manchen Fällen auch eine gute Kombination aus Therapie und Medikation, die heilen kann.
Auf jeden Fall ist es richtig und wichtig, dass man zu einem Therapeuten geht, wenn man an sich selbst negative Veränderungen merkt. Vor allem, wenn man sich innerlich gegen das Leben entscheidet oder einem der Alltag nicht mehr sinnvoll erscheint.

Ich schreibe hier nicht von kurzzeitigen Verstimmungen, oder von einem schlechten Tag, auch nicht von Demotivation über einen längeren Zeitraum. Und ich kann euch auch versichern, dass euch bei einer Depression ein dümmlicher Ratgeber mit dem Titel „Wie komme ich in 10 Schritten aus der Depression“ nicht helfen kann.
(An dieser Stelle muss ich nochmal erwähnen, wie sehr ich es verachte, wenn selbsternannte Psychologen anderen Pseudotipps geben und somit eine ernst zu nehmende psychische Erkrankung als lauen Sommerspaziergang mit ein paar Regentropfen und Wolken am Himmel darstellen, denen man durch Aufspannen eines Schirms entgegenwirken kann!
Schämt euch und das meine ich wirklich so, schämt euch, euch anzumaßen, zu wissen, wie es einem Depressiven geht und schämt euch, euch anzumaßen, ohne jegliche Ausbildung in diese Richtung anderen helfen zu wollen und damit alles noch schlimmer zu machen.

Denn: wie muss sich ein Mensch, der sich pathologisch nicht mehr des Lebens freuen kann, weil er einfach krank ist, wenn du schreibst, dass er einfach mehr raus gehen soll und sich am Leben freuen? Wenn er im Internet recherchiert, wie er sich helfen kann und dann von deinem Irrsinn liest, dass er einfach rausgehen soll und Freunde treffen und sich ablenken? Ich will gar nicht weitermachen, mit all den sinnlosen Tipps, die so im Internet kursieren. Wenn du im Internet Dinge veröffentlichst, dann sei dir gefälligst deiner Verantwortung bewusst und lasse Menschen die verzweifelt sind, nicht noch verzweifelter werden, weil sie deinen Wahnwitz nicht umsetzen können.

Wenn man merkt, dass es einem zusehends schlechter geht und man sein Leben nicht mehr bewältigen kann, dann braucht es keine schlauen Ratschläge, keine Verurteilung, dann braucht es Angehörige die da sind und dann braucht es professionelle Hilfe. Auch wenn man es in der Verzweiflung der Depression nicht mehr wahrnehmen kann, das Leben ist wertvoll und Wert gelebt zu werden. Denn wenn man die Dunkelheit überwunden hat, kommt auch wieder Licht!

Ich möchte ausdrücklich erwähnen, dass Depressionen gut behandelbar sind, wenn man sich darauf einlässt. Und ich möchte auch erwähnen, dass eine Depression nicht per se in Selbstmord endet.

Was versteht man eigentlich unter einer Depression (kurz zusammengefasst):

Eine Depression zeigt sich durch etwa folgende Symptome:
– Antriebslosigkeit
– Schuldgefühle
– Ängste
– Schlaflosigkeit
– Unruhe
– Selbstmordgedanken.

Um von einer Depression sprechen zu können, muss man eine bestimmte Anzahl der Symptome über einen längeren Zeitraum haben. Außerdem kann es zwischen Männern und Frauen Unterschiede geben, wie sich eine Depression auswirkt.

Männer: Reizbarkeit und Verstimmung, niedrige Impulskontrolle (schnelles Aufbrausen), Wutanfälle, Neigung zu Vorwürfen, geringe Stresstoleranz, hohe Risikobereitschaft….
Frauen: ziehen sich eher zurück, in sich gekehrt, grübeln, sind ruhiger als gewohnt…

Kurzfakten:

– Wahrscheinlichkeit Erkrankung Frauen: 10-25%
– Männern: 5-12%.
(Zahlen für Österreich)
– Durchschnittl. Erkankungsalter zwischen 25-44 Jahren.
– Dauer: ca. 6 Monate

Wer sich genauer informieren möchte, schaut hier nach:
http://www.icd-code.de/icd/code/F30-F39.html

Wenn du Hilfe brauchst, gibt es einige Nummern, die im Link aufgelistet sind:
http://www.hilfe-in-der-krise.at/index.php/notrufnummern.html

Liebe Grüße,
Eure Nicole

 

Besuche Nicole Inez – Deine PsychoLogin auch auf:

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