Die Macht des fokussierten Lebens – eine Selbsterkenntnis & Anleitung

Man kann wirklich viel vortäuschen, oder auf englisch ausgesprochen „faken“: Interesse, Desinteresse, Höhepunkte, Tränen, Gefühle und angeblich auch ganze Beziehungen. Wie dem auch sei, was man ganz bestimmt nicht vortäuschen kann, ist Fokussiertheit. Ich spreche da aus eigener Erfahrung. Und wer meinen Blog von Anfang an mitverfolgt hat, der kann wahrscheinlich nachvollziehen, was dem ersten Absatz folgen wird. Mittendrin hab ich den Fokus verloren. Wo eine Zeit lang Regelmäßigkeit und eine Vielfalt an Themen war, war gähnende Leere. Ich fand es wirklich schade, doch ich konnte nichts machen. Aus anfänglicher Zeitnot wurden dumme Ausreden und aus dummen Ausreden wurden Energieverschwendungen an Dinge die Mal waren, niemals sein werden oder vielleicht Mal sein könnten. Kurzum: Ich habe den Fokus verloren oder ihn falsch ausgerichtet.

Wo ich zu Beginn meiner „Bloggerkarriere“ einfach nur gemacht habe und nicht nachgedacht, entstand ein Text nach dem anderen. Dann kamen Follower, mehr Aufrufe, meine Texte wurden vielfach gelesen, geteilt und diskutiert. Eigentlich kam alles gerade ins Rollen und irgendwie auch gleichzeitig in mir zum Stillstand. Ich habe mich gefragt, ob ich die Zahlen halten kann. Mich verglichen mit anderen, deren Zahlen höher waren. Meine Zahlen der Vormonate verglichen und eine mittlere depressive Verstimmung bekommen, wenn der Balken des nächsten Monats nicht weiter kontinuierlich höher war, wie ich es aus den letzten Monaten gewohnt war. Mich mit jenen verglichen, die Sachen verschenken, um ihre Followerzahlen zu erhöhen, die Werbung schalteten…. Und mich gefragt, ob ich denn das auch wollen würde. Ich habe alles getan, neben meinem ohnehin schon straffen Zeitplan, außer schreiben für den Blog. Aber immerhin gibt es nun über 60 Entwürfe. Denn in Wahrheit ist der Vergleich der Anfang allen Endes. Und es bringt weder dir selbst noch dem anderen etwas. Also: Fokus auf sich selbst ist das einzig Sinnvolle, um sich selbst treu zu sein.

Ich habe überlegt, meinen Bloggernamen zu ändern, obwohl mir gute Freunde mehrfach davon abgeraten haben, da sie den Namen genial finden. (Ich eigentlich auch, auch wenn manch ein Menschlein die Ironie dahinter bis heute nicht versteht und es immer wieder Leute gibt, die glauben, dass er eh richtig geschrieben ist.)
Ich habe überlegt, Texte vorzuschreiben. Habe Texte geschrieben und sie nicht veröffentlicht. Immer wieder haben mir Leute gesagt, dass sie meine Texte lesen und mögen. Doch irgendwie mochte ich selbst nicht mehr so recht, was ich tat oder eben auch nicht (mehr) tat. Wenn ich „zurücklese“ auf meine ersten Texte, habe ich mich sehr verbessert, aber mich dennoch viel mehr hinterfragt als damals.

Wenn ich wollte, könnte ich (dieser Satz bis hierher ist einer meiner liebsten Sätze überhaupt, aber darum geht es jetzt nicht) noch ewig ausholen über die Zeit in der mein Blog (und somit auch irgendwie meine zweite Welt) still stand. Aber das bringt keinem was. Ich wollte euch nur anhand meiner eigenen Geschichte aufzeigen, wie wichtig es ist, den Fokus zu behalten. Und wie wichtig es auch ist, nicht zu denken, sondern einfach zu tun, wenn man etwas liebt. Und wie wichtig es ist, die Energie von Menschen und Situationen zu nehmen, die diese entweder nicht verdienen (nicht weil sie böse sind, sondern weil sie böse sind. Ja, es gibt einfach böse Leute)  oder diese nicht wertschätzen. Auch wenn ich selbst immer wieder vermisst habe, zu bloggen, bin ich dennoch all den Leuten dankbar, die gefragt haben, wann denn wieder was kommt von mir.

Ich freue mich, aus den Erfahrungen und der Selbsterkenntnis der letzten Monate gelernt zu haben und euch vielleicht weiterhelfen zu können. Deshalb:

– Wenn du etwas liebst, räume dieser Sache Zeit ein.
– Denke nicht nach, tue einfach.
– Du weißt nicht, was passieren hätte können, wenn du dich nicht traust.
– Sei weniger kritisch mit dir selbst und mehr fokussiert.
– Mache dir einen Plan, den du auch umsetzen kannst.
– Denke dann aber nicht mehr nach, sondern (ich wiederhole mich, jaja): Tue einfach!
– Verschwende deine Energie nicht mit Dingen/Personen die du nicht ändern kannst!
– Arbeite lieber an den Lebensbereichen die Du in der Hand hast!
– Mache die Dinge so wie du sie kannst, bist du es besser weißt. Dann mach sie besser.
– Somit bekommst du wieder neue Energie für neue Bereiche und Projekte!
– Für etwas im Leben eine Leidenschaft zu haben, ist das Schönste das einem passieren kann.

Wie steht ihr zu dem Thema Verlust des Fokus? Habt ihr das auch schon erlebt? Wie seid ihr damit umgegangen? Lasst es mich wissen!

In diesem Sinne,
stay focused 😉
Eure Nicole

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bessermachen

 

Psychology2go: Ist diese Person meine Zeit Wert?

„Eigentlich haben wir nicht viel davon und doch ist es eines der kostbarsten Güter, die wir haben: Zeit.“ – Nicole Inez

Im Laufe seines Lebens lernt man viele Menschen kennen. Die einen bleiben länger, die anderen kürzer. Und wenn man Glück hat, bleiben einem die Liebsten eine lange Zeit im Leben. Doch manchmal – besonders wenn mein ein gutherziger, offener Mensch ist – gerät man an die „falschen“ Personen. Damit will ich nicht sagen, dass es irgendeine Erfahrung in personifizierter Erscheinung gibt, die keinen Sinn macht. Jede Begegnung lehrt uns etwas: Über uns, über das Leben, oder zumindest darüber, wie man selbst nicht sein möchte. Mit den falschen Leuten meine ich Menschen, die einen in irgendeiner Weise nicht gut tun. Von solchen Menschen sollte man sich so schnell wie möglich trennen, sobald man bemerkt, dass mehrere der folgenden Punkte auftreten: (Dieser Text spricht nicht die generellen Energievampire an, die so oder so einfach nur zu meiden sind).

Ich meine damit Susi und Strolchi (Namen von der Redaktion geändert), die einfach nicht gut zu oder für euch sind, weil:

  • Es gibt Menschen, die finden einige Dinge an euch nervig und zeigen/sagen euch das auch permanent auf eine Art und Weise, die euch verletzt. Sie bessern euch sehr oft aus und wissen alles besser. Denn sie wissen auch über dich Bescheid, weil du dämlich bist und dich ruhig so fühlen darfst.
  • Manche Leute belächeln dich und deine Ziele. Sie haben oft keine eigenen oder trauen sich nicht, zu ihren zu stehen. Das Belächeln hat zwar nichts mit dir zu tun, aber es zeigt viel über den Charakter dieses Menschen. Glückliche Leute müssen niemand anderen runtermachen. Willst du mit so jemandem deine Zeit verbringen? Jemand der weder an sich und noch viel weniger an dich glaubt? Bist du eine Witzfigur? Oder warum darf jemand über dich im negativen Sinne lachen?
  • Susi gibt dir permanent Ratschläge, weil sie einfach immer weiß, was gut und was schlecht für dich ist. Auch wenn du nicht fragst, bevormundet sie dich – Charakteranalyse inklusive. Du musst dein Persönlichkeitsprofil gar nicht anfordern, du bekommst es bei jedem Treffen umsonst – bitte, danke, nein danke!
  • Strolchi (der Genderfairness halber) hat schwere Probleme mit sich selbst. Lässt diese aber nicht behandeln, weil sein Stolz es ihm verweigert. Stattdessen läuft er lieber belastet durch die Welt und projiziert verschiedenste Situationen und Erlebnisse auf unterschiedliche andere Situationen, die eigentlich gar nicht real sind. Kurz zur logischen Erklärung: Angenommen Strolchi hat immer wieder Probleme, sich von seiner Schwester Strolchilini abzugrenzen. Sie nutzt ihn nach Strich und Faden aus, aber er merkt es nicht mehr, weil es einfach schon immer so war. Dann trifft er eine neue Person, es entwickelt sich über die Monate eine Freundschaft. Jedes Mal, wenn diese Person Strolchi um einen Gefallen bittet, rastet dieser aus und unterstellt ihr, dass sie ihn nur ausnutzen will. Was ist passiert? Er hat die belastende und verdrängte Situation mit seiner Schwester auf eine eigentlich unschuldige Freundschaft projiziert. Und wo dieses Beispiel herkommt, gibt es noch viel viel mehr.
  • Die Person x (deren Namen wir hier nicht nennen wollen) weiß nicht, wie sie zu dir stehen soll. Deshalb ist sie einmal nett und das andere Mal abweisend und komisch. Das hat damit zu tun, dass sie sich 1. ihrer selbst nicht bewusst ist (sonst würde sie wissen, welche Leute sie mag und welche nicht und welche Schlüsse sie daraus zieht). 2. Hast du Menschen verdient, die zu 100 Prozent sicher sind, warum sie dich so gern mögen und warum sie dich manchmal am liebsten auf den Mond schießen würden.
  • Gesten der Unhöflichkeit: Nicht zurückschreiben, permanent zu spät kommen, nicht richtig zuhören, versetzen, etc. Hier geht es mehr um deine eigenen Wertigkeiten. Diese werden im Laufe einer Freundschaft normalerweise mehr und mehr deutlich. Weiß eine Person, die dir nahe steht, was du überhaupt nicht leiden kannst und macht sie dennoch immer wieder: Lauf Forest, lauf! (Sorry, das musste jetzt sein)
  • Wenn du merkst, dass du nur ein Ersatzprogramm für jemanden bist. Spontane Anrufe wenn Strolchi gerade den Bus verpasst hat, aber sonst nie? Plötzliche Absagen, wenn „jemand besserer“ Zeit hat? Nein, ich sag nein: Da bist du mehr Wert.

Es gibt natürlich noch viel mehr Punkte, wie man merkt, dass es Zeit ist, eine Person in die unendlichen Weiten des „Schleich di“ gehen zu lassen. Doch das sind die Wesentlichen!

Und wie könnt ihr merken, ob es die richtige Entscheidung war, eine Person in die Wüste geschickt zu haben?
Du bereust keine Minute, es getan zu haben.
Es geht dir viel besser ohne sie (die Person).
Deine Gedanken fühlen sich wieder frei(er) an.
Du musst dich viel weniger ärgern.
Du denkst eigentlich kaum an die Person.

Ich wünsche euch, dass ihr bei solchen Entscheidungen auf euer Herz hören könnt und euch traut, ihm zu folgen!

Liebe Grüße,
Eure Nicole

 

psychology2go

 

„Lass los, was dich nicht mehr halten kann“

Schau weg von dem, was dir nicht mehr gefällt.
Befreie dich von fremder Last in deiner Welt.
Hinterfrage, woran du nicht mehr glaubst.
Befreie dich von dem, womit du dir nachts die Sinne raubst.

Lass bleiben, was nicht dir gehört.
Befreie dich davon, was dich innerlich zerstört.
Lass los, was dich nicht mehr halten kann.
Befreie dich von fremdem Wahn.

Halt nicht mehr dagegen, wenn dir was widerstrebt.
Befreie dich von dem, was dich nicht mehr belebt.
Lass fallen, was dich nicht mehr trägt.
Befreie dich von allem, was nichts mehr in dir erregt.

Akzeptiere, was ist.
Lass brennen, was dich innerlich zerfrisst.
Lass los für dein neues Morgen.
Lass los von gestern.
Lass ihnen selbst ihre Sorgen.
Lass los, was dich niemals lieben kann.
Lass los, besser dann als wann.

-Nicole Inez

 

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