Frohes Neues Jahr ihr Lieben <3

Liebe Leute,
Auch im Neuen Jahr versorge ich euch mit allerlei Weisheiten 😉 Vielleicht finde ich heuer wieder mehr Zeit für mein Baby (ja, ich meine meinen Blog). Auf jeden Fall wünsche ich Euch allen eine super Start ins Neue Jahr! (Lest, liked und teilt brav weiter meine Beiträge – das bringt Glück <3)
 
Neue Grüße,
Eure Nicole
Heartcatcher (4)
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10 Dinge, die einem am Flirten hindern können

Da es mittlerweile mehr Flirtratgeber gibt, als vegane Kochbücher, verfolgt mich das  Thema mehr oder weniger. Eher weniger als mehr, da ich auch andere Sorgen im Leben habe, aber doch so viel, dass ich beschlossen habe, hier und heute einen Text zum Thema zu schreiben. Warum auch nicht? In Bücherregalen, auf Facebook und auf Online-Seiten ist es präsent. Titel lauten: Flirten für Anfänger, Flirten für Fortgeschrittene, Flirten für Singles, Flirten für Affen (och, wirklich – nein eh nicht) und es gibt sogar Flirtcoaches und eben solche Seminare. Müsste ich eines halten, es wäre bestimmt alles, außer hilfreich. Warum? Das verrate ich unten im Text. Deshalb empfiehlt es sich, weiterzulesen.

Bei mir funktioniert flirten ganz intuitiv, ich kann das nicht generell, sondern nur, wenn ich das gegenüber anziehend finde auf allen Ebenen. Wenn dem nicht so ist, bin ich ein emotionaler Mimik- und Gestikstein. Deshalb kann ich euch leider auch keine wertvollen Tipps geben, wie man am besten flirtet. Ich kann euch nur sagen, es macht Spaß. Und ich kann euch sagen, was einem am Flirten hindern kann.

  • Kurzsichtigkeit: Ich kann euch gar nicht sagen, wie oft mir meine Kurzsichtigkeit in Kombi mit meiner Vergesslichkeit schon in die Quere gekommen ist. Wahrscheinlich wäre ich schon seit 10 Jahren verheiratet und hätte ebenso viele Kinder. Aber nein: Ich vergesse einfach viel zu oft meine Brille, oder ich steig drauf, oder, oder. Was ich euch auf eurem Weg mitgeben kann: Wenn ihr kurzsichtig seid, setzt eure Brille auf. Dann müsst ihr nicht jeden Menschen, der nicht gerade vor euch steht, ansehen als hättet ihr Böses im Schilde, weil ihr die Augen so weit zukneift. Außerdem können Augenbewegungen beim Gegenüber falsche Hoffnungen wecken. So manch ein Mann hat meine zusammengekniffenen Augen schon als Anlass genommen, um mir näher zu kommen. Sehr sexy.
  • Schüchternheit: Das ist jetzt der wahrscheinlich 100. Satz zu meiner eigenen Schüchternheit. Und wieder wird mir niemand glauben. Es ist nicht sonderlich hilfreich, wenn man bei Männern, die man nicht kennt, aber attraktiv und/oder interessant findet, einfach wegschaut und sie ignoriert, weil man Angst hat. Oder man komisch zu grinsen beginnt und man nicht ausschließen kann, ob man vor lauter Verlegenheit sogar gegrunzt hat (Achtung: Selbstironie). Also: wenn du flirten willst, solltest du deine Schüchternheit überwinden und den Tatsachen, oder dem Mann in die Augen schauen. Oder du bleibst einfach schüchtern, weil du nicht anders kannst, so wie ich.
  • Verklemmtheit: So, nachdem ich jetzt genug über mich selbst hergezogen bin, gehe ich über zu mir unbekannten, fiktiven Personen. Wenn jemand zu verklemmt ist, weil er nur eine Beziehung und was „Ernstes“ möchte und nicht in der Lage ist, diese Tatsachen und Wünsche aus seinem Gesichtsausdruck und seiner Körperhaltung zu bringen. Wie eine Statue, die nur darauf wartet, dass man sie mit nach Hause nimmt und sie täglich abstaubt. Es tut mir Leid, die Metapher ist schlecht und passt auch nicht in den Text. Finde dir einfach eine bessere. Danke! Was ich damit sagen möchte: Wenn du flirten willst, solltest du einfach offen sein. Und locker!
  • Anti-Flirt-Themen: Manchmal würden manche Leute glaube ich gerne flirten, wissen jedoch nicht genau wie (gleich wie ich). Nur, dass ich weiß, dass gewisse Themen nicht sonderlich sexy beim Gegenüber ankommen. Wie z.B. ExfreundInnen und wie toll sie waren und wie gut manche von ihnen denn nicht gepasst hätten, wenn dies und jenes nicht gewesen wäre. Ja, das Leben ist hart, man muss ich aber dennoch mit ihm konfrontieren und es ziehen lassen. Also: Wenn du flirten willst, sei flirty und nicht arm.
  • Körperliche Abwesenheit: Es ist schwierig mit jemandem live zu flirten, der physisch nicht anwesend ist. Natürlich kann man auch online flirten. Doch darum geht es in diesem Beitrag nicht. Online kann jeder (wobei, warte! Nein, ich revidiere diese Aussage.) Für das Live-Flirten gilt jedoch: Anwesenheit ist eher Grundvoraussetzung. Deshalb: Wenn du mit jemandem flirten willst: Sei körperlich anwesend.
  • Geistige Abwesenheit: Um ehrlich zu sein, kam mir dieser Gedanke erst nach dem Punkt der körperlichen Abwesenheit. Flirten erfordert z.B. Zeit, Energie, Können, ein Gegenüber, Charm, Interesse u.v.m.. Nicht verwunderlich, dass es nicht gut ist, wenn man geistig in Nebraska ist, wenn man sich körperlich gerade in Paris befindet. Verstehst du, was ich meine? Nein? Dann buche doch auch gleich meinen imaginären Flirtkurs „Flirten von Alaska bis Nebraska“.
  • Interessante Gerüche: Mit interessant meine ich nicht immer interessant. Manchmal zwar schon, aber interessant hat dann meistens eine negative Komponente. So wie ein „aber“ nach einem Lob: Auch da weißt du ganz genau: Du hast versagt und das Lob war nur die Einleitung zur Pointe. Kurz gesagt könnte man sagen: Wer flirten möchte, sollte nicht stinken. Weder nach Knoblauch, noch nach Zwiebel, Schweiß, Katzen, Hunden oder Urin. Eigentlich bietet es sich am besten an, wenn man frisch geduscht ist. Oder zumindest neutral riecht. Denn, wenn man mit seinem Gegenüber flirten möchte, verspürt man oft auch den Wunsch nach Nähe. Seltsam, oder? Ist aber so. Deshalb: Duften und duschen hängen unmittelbar miteinander zusammen.
  • Egomanie: Ich glaube, alle anderen Punkte können vernachlässigt werden, wenn du Egomane bist. Oder Narzisst, oder beides. Damit meine ich: Wenn du bei einem Kennenlernen oder potenziellen Kennenlernen nur dir selbst Komplimente machst, brauchst du eigentlich dein Gegenüber nicht. Es ist selten so, dass andere über Leute, die sich für Jesus halten, ebenfalls denken, er/sie sei Jesus. D.h. wenn du dir lieber selbst Komplimente machst als anderen, dann triff dich doch mit dir selbst. Deshalb: Halte deine Selbstverliebtheit zumindest bis zur Hochzeit zurück, dann ist es rechtlich abgesichert. (Ich weiß, Romantik kann ich). Buche deshalb auch gleich meinen imaginären Kurs „Romantisch, romantischer, Nicole – romantisch sein ist toll.“
  • Andere Menschen: Natürlich sollte man seine Flirtkünste ausweiten, schulen und erproben. Was jedoch nicht gut ankommt, ist dies in der Gegenwart der eigentlichen Flirtpartei zu tun. Sprich: Wenn du ein Date hast und mit deinem Gegenüber flirtest, braucht es nicht auch noch den Kellner dazu. Besonders ungünstig ist es, wenn du vergeben sein solltest, und dein Partner plötzlich den Flirt stört. Das macht einerseits die lockere Stimmung kaputt und bringt eventuell noch andere Probleme mit sich, auf die ich hier (aus Platzgründen) nicht näher eingehen möchte.
  • Nacktheit: In manchen Ländern ist Nacktheit im öffentlichen Raum vielleicht erlaubt. Da dies jedoch kein Beitrag zu Nacktheit im öffentlichen Raum ist, kann ich auch darauf nicht wirklich eingehen. Auf’s Flirten bezogen, kann das Fehlen von Gewand irgendwie irritieren. Oder vom Wesentlichen ablenken, sofern es was gibt. Ob es etwas Wesentliches gegeben hätte, wird man aber nie erfahren, wenn man die Dinge überstürzt und gleich nackt ist. Nur für den Fall, dass ihr gerne mit der Türe ins Haus fallt: Behaltet die Kleidung an.

 

So, mit diesen 10 blinkenden Warnschildern ausgerüstet, sollte dem perfekten Flirt eigentlich nichts mehr im Wege stehen, außer vielleicht ein Lkw mit mehreren Tonnen, was in meinem Fall dann die Schüchternheit wäre. Ich hoffe, ihr nehmt das Leben nicht zu Ernst und habt Spaß.

P.S.: Das Leben ist ja wirklich witzig. Ich bin heute extra an die Bib gefahren, um diesen Text (und noch ein paar andere) fertig zu schreiben. Und was passiert da: Ein Double meines absoluten Traummanns sitzt mir gegenüber und ich bin einfach nur arm und hilflos!

 

Ironische und radschlagende Grüße,
Eure Nicole

 

Radschläge

Kolumne: Was wollen Männer?

Wenn ich ehrlich bin, habe ich mir die Frage selten im eigentlichen Sinne gestellt. Wahrscheinlich, weil ich in erster Linie daran interessiert bin, was ich möchte. Und doch lese ich ab und zu Artikel, die beschreiben, was Männer wollen und was nicht. Die meisten kann ich jedoch nicht zu Ende lesen, weil ich mich sonst manipuliert und voreingenommen fühle. Und zusammengefasst lässt sich sagen, dass Männer eigentlich fast nichts wollen. Sie wollen keine zu attraktive Frau, zu erfolgreich darf sie auch nicht sein, nicht mehr verdienen, nicht zu lustig sein, aber dennoch muss sie über die Witze lachen. Sie muss erobert werden wollen, aber auch Zeichen senden und ihre Reize zeigen. Das ist kein Hirngespinst aus meinem psychologischen Gehirn, sondern eine Kurzzusammenfassung jener Artikel und YouTube-Videos, die ich bisher konsumiert habe.

Man kann sich jetzt natürlich fragen, warum ich das überhaupt lese? Das hat vor allem den Grund, weil ich grundneugierig (nein, das Wort gibt es nicht!) bin und ich das Mysterium des Mannes nicht wirklich logisch durchschauen kann. Ich gehe da immer intuitiv vor, habe das immer so gemacht und werde es aller Wahrscheinlichkeit auch immer so machen. Doch ich habe mir sagen lassen, dass es Tipps und Tricks gibt und dass Frauen Männern gefallen wollen und viele Dinge beachten.

Das Spannende ist, dass 1. jedes Mal, wenn ich einem Mann gefallen wollte, ich dabei versagt habe, weil ich 2. nicht authentisch war und aus meiner Natürlichkeit gefallen bin. Dann war ich eine Mischung aus halbweisen Ratschlägen, Tipps und Vermutungen, was denn das Objekt der Begierde wohl wollen und meinen könnte. Wahrscheinlich liegt es daran, dass ich enorm schlecht darin bin, nicht ich selbst zu sein. Es klingt komisch, aber ich kann eigentlich nicht anders, als ich zu sein. Was auch beinhaltet, dass ich nichts befolgen kann, was ich nicht bin. Also bin ich vor allem eines: Ehrlich!

Was aber nicht heißt, dass ich mich nicht auch manchmal extra hübsch mache, wenn ich ausgehe und mir denke, dass ich heute sehr gut aussehe. Lustiger Weise sind dies dann meist jenen Abende, wo ich an meinem Getränk nippend auf der Tanzfläche wackle (nicht, weil ich so betrunken wäre, aber weil mir gerade kein anderes Wort einfällt) und mich wundere, warum denn niemand meinem Aufwand Aufmerksamkeit schenkt.

Und dann gibt es Abende wie gestern. Unausgeschlafen, müde und eigentlich bettreif und -fertig, geht man zu Freunden, um einen gemütlichen Abend zu verbringen. Man zieht eine ausgewaschene Jeans, eine x-beliebige Weste und einen Schal an, den man normalerweise nur bei Strick- und Teeabenden mit seiner Großmutter an hat. Dazu kombiniert man einen Turnbeutel und Turnschuhe. Mit letzter Kraft schmiert man sich noch ein wenig Make Up, über die mangels Schlaf entstandenen Augenringe, die auch gut die Krater auf dem Mond symbolisieren könnten. Eigentlich möchte man schon heim, doch weil der Abend lustig ist und man seine Freunde mag, geht man noch „fort“. Dort steht man dann wie eine schlecht verankerte Laterne im Wind und hebt unmotiviert alle 3 Takte die Arme, damit  man sich bewegt, weil die Musik ja eigentlich ganz nett ist. Während man mit Bier vollgeschüttet wird und grantig dahingrantelt (nein, auch dieses Wort gibt es nicht!), wird man von allen Seiten angerempelt und am Turnsack berührt, weil niemand vorbei kann. Ich hätte mir nie gedacht, dass man an einem Abend wie diesem: Müde, grantig, eigentlich schon gedanklich im Bett und nach Bier und wahrscheinlich auch anmutend nach Schweiß riechend, so viele Angebote bekommt.

In Gedanken ging ich die eingangs erwähnten Ratgeber durch und bemerkte: Ich habe nicht einen einzigen davon befolgt, im Gegenteil. An diesem Abend war ich einfach nur ein Mensch und mehr ich selbst als ich es sein würde, wenn ich jemandem gefallen möchte. Diese Erfahrung hat mich nur darin bestätigt, dass es im Prinzip egal ist „was Männer wollen“, weil es keine Geheimtipps gibt, außer das Lied der Ärzte („Das Lied vom Scheitern“, welches besagt: „Du bist immer dann am Besten, wenn’s dir eigentlich egal ist.“

Analysierte Grüße,
Eure Nicole

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Über den Dächern der Stadt

Hier sitze ich nun. Über den Dächern der Stadt.
Vor meiner Zukunft und hinter meiner Vergangenheit.
Die Lichter der Stadt verlauten Hoffnung,
auch wenn unsere heute gestorben ist.
Ich blicke zum Himmel.
Ich sehe die Sterne und da läuft meine Vergangenheit
an mir vorbei.
Und ich begreife, dass das Leben voller wertvoller
Begegnungen ist. Und dass du nur eine davon warst.
Ich sehe mein Leben Revue passieren.
All die Menschen, die mich geprägt haben.
All die Erfahrungen, die mich geformt haben.
Du warst eine davon.
Ich blicke in den Himmel.
Die zahllosen Sterne erinnern mich an jeden
Moment in meinem Leben. Du warst einer davon.
Es ist nicht richtig, etwas mehr Bedeutung zu geben,
als es Wert war. Als es ist. Denn es ist, wie es ist:
Jede Begegnung ist wertvoll.
Ich sehe die Lichter in der Ferne.
Ich kenne den Ausblick. Er ist mir vertraut.
Und du weißt, Menschen lieben Vertrautes.
Du weißt auch, dass Menschen Vertrautes auch dann
lieben können, wenn es sie zerstört.
Doch du wusstest nicht, dass du meine Geschichte
wiederholt hast.
Wie ein Regisseur, hast du das Skript meines
Lebens neuinterpretiert und mich zur Hauptdarstellerin
auserwählt.
Und ich habe mitgespielt. Ich wusste es nicht besser.
Ich wusste es nicht schlechter. Ich kannte es einfach.
Doch unser Stück endet hier und heute.
Hier sitze ich nun. Über den Dächern der Stadt.
Vor meiner Zukunft und hinter meiner Vergangenheit.
Die Lichter der Stadt verlauten Hoffnung,
auch wenn unsere heute gestorben ist.
Es ist kalt hier draußen. Ich friere, aber ich liebe
diesen Ausblick. Ich kann mich davon nicht trennen.
Noch eine Zigarette, noch ein Song, noch ein Moment.
Einen Augenblick noch über den Dächern der Stadt sitzen.
Um zu begreifen, dass aus der Entfernung alles klarer wird.
Um zu merken, dass der Himmel voller Sterne ist.
Um zu fühlen, dass man Vergangenes hier nicht leben kann.
Über den Dächern der Stadt.

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