Die Macht des fokussierten Lebens – eine Selbsterkenntnis & Anleitung

Man kann wirklich viel vortäuschen, oder auf englisch ausgesprochen „faken“: Interesse, Desinteresse, Höhepunkte, Tränen, Gefühle und angeblich auch ganze Beziehungen. Wie dem auch sei, was man ganz bestimmt nicht vortäuschen kann, ist Fokussiertheit. Ich spreche da aus eigener Erfahrung. Und wer meinen Blog von Anfang an mitverfolgt hat, der kann wahrscheinlich nachvollziehen, was dem ersten Absatz folgen wird. Mittendrin hab ich den Fokus verloren. Wo eine Zeit lang Regelmäßigkeit und eine Vielfalt an Themen war, war gähnende Leere. Ich fand es wirklich schade, doch ich konnte nichts machen. Aus anfänglicher Zeitnot wurden dumme Ausreden und aus dummen Ausreden wurden Energieverschwendungen an Dinge die Mal waren, niemals sein werden oder vielleicht Mal sein könnten. Kurzum: Ich habe den Fokus verloren oder ihn falsch ausgerichtet.

Wo ich zu Beginn meiner „Bloggerkarriere“ einfach nur gemacht habe und nicht nachgedacht, entstand ein Text nach dem anderen. Dann kamen Follower, mehr Aufrufe, meine Texte wurden vielfach gelesen, geteilt und diskutiert. Eigentlich kam alles gerade ins Rollen und irgendwie auch gleichzeitig in mir zum Stillstand. Ich habe mich gefragt, ob ich die Zahlen halten kann. Mich verglichen mit anderen, deren Zahlen höher waren. Meine Zahlen der Vormonate verglichen und eine mittlere depressive Verstimmung bekommen, wenn der Balken des nächsten Monats nicht weiter kontinuierlich höher war, wie ich es aus den letzten Monaten gewohnt war. Mich mit jenen verglichen, die Sachen verschenken, um ihre Followerzahlen zu erhöhen, die Werbung schalteten…. Und mich gefragt, ob ich denn das auch wollen würde. Ich habe alles getan, neben meinem ohnehin schon straffen Zeitplan, außer schreiben für den Blog. Aber immerhin gibt es nun über 60 Entwürfe. Denn in Wahrheit ist der Vergleich der Anfang allen Endes. Und es bringt weder dir selbst noch dem anderen etwas. Also: Fokus auf sich selbst ist das einzig Sinnvolle, um sich selbst treu zu sein.

Ich habe überlegt, meinen Bloggernamen zu ändern, obwohl mir gute Freunde mehrfach davon abgeraten haben, da sie den Namen genial finden. (Ich eigentlich auch, auch wenn manch ein Menschlein die Ironie dahinter bis heute nicht versteht und es immer wieder Leute gibt, die glauben, dass er eh richtig geschrieben ist.)
Ich habe überlegt, Texte vorzuschreiben. Habe Texte geschrieben und sie nicht veröffentlicht. Immer wieder haben mir Leute gesagt, dass sie meine Texte lesen und mögen. Doch irgendwie mochte ich selbst nicht mehr so recht, was ich tat oder eben auch nicht (mehr) tat. Wenn ich „zurücklese“ auf meine ersten Texte, habe ich mich sehr verbessert, aber mich dennoch viel mehr hinterfragt als damals.

Wenn ich wollte, könnte ich (dieser Satz bis hierher ist einer meiner liebsten Sätze überhaupt, aber darum geht es jetzt nicht) noch ewig ausholen über die Zeit in der mein Blog (und somit auch irgendwie meine zweite Welt) still stand. Aber das bringt keinem was. Ich wollte euch nur anhand meiner eigenen Geschichte aufzeigen, wie wichtig es ist, den Fokus zu behalten. Und wie wichtig es auch ist, nicht zu denken, sondern einfach zu tun, wenn man etwas liebt. Und wie wichtig es ist, die Energie von Menschen und Situationen zu nehmen, die diese entweder nicht verdienen (nicht weil sie böse sind, sondern weil sie böse sind. Ja, es gibt einfach böse Leute)  oder diese nicht wertschätzen. Auch wenn ich selbst immer wieder vermisst habe, zu bloggen, bin ich dennoch all den Leuten dankbar, die gefragt haben, wann denn wieder was kommt von mir.

Ich freue mich, aus den Erfahrungen und der Selbsterkenntnis der letzten Monate gelernt zu haben und euch vielleicht weiterhelfen zu können. Deshalb:

– Wenn du etwas liebst, räume dieser Sache Zeit ein.
– Denke nicht nach, tue einfach.
– Du weißt nicht, was passieren hätte können, wenn du dich nicht traust.
– Sei weniger kritisch mit dir selbst und mehr fokussiert.
– Mache dir einen Plan, den du auch umsetzen kannst.
– Denke dann aber nicht mehr nach, sondern (ich wiederhole mich, jaja): Tue einfach!
– Verschwende deine Energie nicht mit Dingen/Personen die du nicht ändern kannst!
– Arbeite lieber an den Lebensbereichen die Du in der Hand hast!
– Mache die Dinge so wie du sie kannst, bist du es besser weißt. Dann mach sie besser.
– Somit bekommst du wieder neue Energie für neue Bereiche und Projekte!
– Für etwas im Leben eine Leidenschaft zu haben, ist das Schönste das einem passieren kann.

Wie steht ihr zu dem Thema Verlust des Fokus? Habt ihr das auch schon erlebt? Wie seid ihr damit umgegangen? Lasst es mich wissen!

In diesem Sinne,
stay focused 😉
Eure Nicole

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bessermachen

 

Psychology2go: Ist diese Person meine Zeit Wert?

„Eigentlich haben wir nicht viel davon und doch ist es eines der kostbarsten Güter, die wir haben: Zeit.“ – Nicole Inez

Im Laufe seines Lebens lernt man viele Menschen kennen. Die einen bleiben länger, die anderen kürzer. Und wenn man Glück hat, bleiben einem die Liebsten eine lange Zeit im Leben. Doch manchmal – besonders wenn mein ein gutherziger, offener Mensch ist – gerät man an die „falschen“ Personen. Damit will ich nicht sagen, dass es irgendeine Erfahrung in personifizierter Erscheinung gibt, die keinen Sinn macht. Jede Begegnung lehrt uns etwas: Über uns, über das Leben, oder zumindest darüber, wie man selbst nicht sein möchte. Mit den falschen Leuten meine ich Menschen, die einen in irgendeiner Weise nicht gut tun. Von solchen Menschen sollte man sich so schnell wie möglich trennen, sobald man bemerkt, dass mehrere der folgenden Punkte auftreten: (Dieser Text spricht nicht die generellen Energievampire an, die so oder so einfach nur zu meiden sind).

Ich meine damit Susi und Strolchi (Namen von der Redaktion geändert), die einfach nicht gut zu oder für euch sind, weil:

  • Es gibt Menschen, die finden einige Dinge an euch nervig und zeigen/sagen euch das auch permanent auf eine Art und Weise, die euch verletzt. Sie bessern euch sehr oft aus und wissen alles besser. Denn sie wissen auch über dich Bescheid, weil du dämlich bist und dich ruhig so fühlen darfst.
  • Manche Leute belächeln dich und deine Ziele. Sie haben oft keine eigenen oder trauen sich nicht, zu ihren zu stehen. Das Belächeln hat zwar nichts mit dir zu tun, aber es zeigt viel über den Charakter dieses Menschen. Glückliche Leute müssen niemand anderen runtermachen. Willst du mit so jemandem deine Zeit verbringen? Jemand der weder an sich und noch viel weniger an dich glaubt? Bist du eine Witzfigur? Oder warum darf jemand über dich im negativen Sinne lachen?
  • Susi gibt dir permanent Ratschläge, weil sie einfach immer weiß, was gut und was schlecht für dich ist. Auch wenn du nicht fragst, bevormundet sie dich – Charakteranalyse inklusive. Du musst dein Persönlichkeitsprofil gar nicht anfordern, du bekommst es bei jedem Treffen umsonst – bitte, danke, nein danke!
  • Strolchi (der Genderfairness halber) hat schwere Probleme mit sich selbst. Lässt diese aber nicht behandeln, weil sein Stolz es ihm verweigert. Stattdessen läuft er lieber belastet durch die Welt und projiziert verschiedenste Situationen und Erlebnisse auf unterschiedliche andere Situationen, die eigentlich gar nicht real sind. Kurz zur logischen Erklärung: Angenommen Strolchi hat immer wieder Probleme, sich von seiner Schwester Strolchilini abzugrenzen. Sie nutzt ihn nach Strich und Faden aus, aber er merkt es nicht mehr, weil es einfach schon immer so war. Dann trifft er eine neue Person, es entwickelt sich über die Monate eine Freundschaft. Jedes Mal, wenn diese Person Strolchi um einen Gefallen bittet, rastet dieser aus und unterstellt ihr, dass sie ihn nur ausnutzen will. Was ist passiert? Er hat die belastende und verdrängte Situation mit seiner Schwester auf eine eigentlich unschuldige Freundschaft projiziert. Und wo dieses Beispiel herkommt, gibt es noch viel viel mehr.
  • Die Person x (deren Namen wir hier nicht nennen wollen) weiß nicht, wie sie zu dir stehen soll. Deshalb ist sie einmal nett und das andere Mal abweisend und komisch. Das hat damit zu tun, dass sie sich 1. ihrer selbst nicht bewusst ist (sonst würde sie wissen, welche Leute sie mag und welche nicht und welche Schlüsse sie daraus zieht). 2. Hast du Menschen verdient, die zu 100 Prozent sicher sind, warum sie dich so gern mögen und warum sie dich manchmal am liebsten auf den Mond schießen würden.
  • Gesten der Unhöflichkeit: Nicht zurückschreiben, permanent zu spät kommen, nicht richtig zuhören, versetzen, etc. Hier geht es mehr um deine eigenen Wertigkeiten. Diese werden im Laufe einer Freundschaft normalerweise mehr und mehr deutlich. Weiß eine Person, die dir nahe steht, was du überhaupt nicht leiden kannst und macht sie dennoch immer wieder: Lauf Forest, lauf! (Sorry, das musste jetzt sein)
  • Wenn du merkst, dass du nur ein Ersatzprogramm für jemanden bist. Spontane Anrufe wenn Strolchi gerade den Bus verpasst hat, aber sonst nie? Plötzliche Absagen, wenn „jemand besserer“ Zeit hat? Nein, ich sag nein: Da bist du mehr Wert.

Es gibt natürlich noch viel mehr Punkte, wie man merkt, dass es Zeit ist, eine Person in die unendlichen Weiten des „Schleich di“ gehen zu lassen. Doch das sind die Wesentlichen!

Und wie könnt ihr merken, ob es die richtige Entscheidung war, eine Person in die Wüste geschickt zu haben?
Du bereust keine Minute, es getan zu haben.
Es geht dir viel besser ohne sie (die Person).
Deine Gedanken fühlen sich wieder frei(er) an.
Du musst dich viel weniger ärgern.
Du denkst eigentlich kaum an die Person.

Ich wünsche euch, dass ihr bei solchen Entscheidungen auf euer Herz hören könnt und euch traut, ihm zu folgen!

Liebe Grüße,
Eure Nicole

 

psychology2go

 

Wie wird mein Leben bestmöglich?

Im Jugendslang würde man es mit „läuft“ bezeichnen, wenn man schon etwas mehr als Jugendlich ist, mit „es läuft“ und wenn man erwachsen ist, mit „es läuft alles bestens, danke“. Die Rede ist vom Leben. Manchmal hat man einen „run“, da rennt alles „wie am Schnürchen“, alles funktioniert wie von selbst. Alles, wofür man gearbeitet hat, entwickelt sich. Doch dann gibt es auch Phasen im Leben, wo einfach alles oder auch nur Teilbereiche im Leben einfach nicht in die Gänge kommen wollen. Es stagniert, man tritt auf der Stelle und kommt nicht weiter.

Sarah ist eine attraktive Frau, die mit beiden Beinen fest im Leben steht. Sie ist humorvoll, intelligent, gesellig und beliebt. Schon seit langem sucht sie einen Mann für’s Leben, doch findet keinen. Egal, wo sie Männer kennenlernt, es ist nie ein passender dabei. Sie zweifelt an sich selbst, an der Liebe und an den Männern. Während ihr Umfeld das Glück in der Ehe gefunden hat, ist sie bei allen Anlässen allein. Es fühlt sich an, als wäre sie in einem Hamsterrad des „Unglücks“.

Warum findet sich nicht den passenden Partner?
– Sie hängt noch an einer alten Liebe (bewusst oder unbewusst)
– Sie ist noch nicht bereit für eine Beziehung
– Sie hat eigentlich gar keine Zeit dafür
– Sie möchte unbewusst gar keine Beziehung und strahlt das aus
– Sie sucht an den falschen Orten
– Sie sucht zu verkrampft
– Sie weiß nicht, was sie will
– Sie nimmt sich zu wenig Zeit und Ernsthaftigkeit
– Sie hat Beziehungsangst
– Sie hat unrealistische Vorstellungen

Herbert arbeitet schon seit Jahren für einen Hungerlohn, obwohl er immer von der großen Karriere geträumt hat. Er wollte sich schon immer selbstständig machen. Sein großes Talent liegt im Erstellen von Holzgegenständen. Angefangen von kleinen Figuren bis hin zu Möbelstücken. Er hat auch bereits das nötige Werkzeug. Doch nie passt der Zeitpunkt und seit Jahren kommt immer etwas dazwischen. Es scheint, als „solle es einfach nicht sein“.

Warum ist Herbert noch nicht selbstständig?
– Er findet sich sich selbst immer wieder Situationen, durch die er sich drücken kann
– Er hat Angst
– Ihm fehlt der Businessplan
– Ihm fehlt die Muße, sich weiteres Know how anzueignen
– Er hat zu wenig Unterstützung von seiner Familie
– Er ist zu sehr auf Sicherheit bedacht
– Er ist zu unterwürfig und hat sich schon zu lange unter seinem Wert verkauft und sich daran gewöhnt
– Er fühlt sich im alten Trott sicherer

Lisa gefällt ihre Wohnumgebung nicht. Sie findet die Stadt langweilig, sie kommt mit der Mentalität der Menschen schwer klar und sehnt sich schon seit einer halben Ewigkeit nach einer neuen Bleibe in einer anderen Stadt. Doch egal wie oft und wo sie auch schaut, sie findet einfach nichts, was für sie passt. Ein paar Mal hätte sie schon fast zugesagt, aber im letzten Moment hat sie wieder einen Rückzieher gemacht. Ihr Fernweh wird jedoch immer größer und ihr Frust nimmt immer mehr Zeit im Alltag ein.

Warum findet Lisa nichts Passendes?
– Sie sucht zu verbissen
– Sie hat kein konkretes Bild von ihrem Ziel
– Sie weiß nicht genau, was sie sich erwartet
– Sie ist sich nicht hundertprozentig sicher, ob sie diesen Schritt wagen soll
– Die Zeit für einen Umzug ist noch nicht reif
– Es ist nur eine Phase und ein Umzug in eine andere Stadt würde eigentlich gar nicht passen
– Sie erwartet sich von einem Umzug zu viel und sollte an den eigentlichen Problemen arbeiten

Horst ist stark übergewichtig und möchte schon seit Jahren abnehmen. Er schafft es aber einfach nicht. Wenn er traurig ist oder sonst irgendwie emotional, verknüpft er diese Momente gerne mit Essen. Außerdem trinkt er gerne Alkohol. Immer wieder meldet er sich zu den Weight Watchers an oder startet eine Diät. Er hat sich außerdem schon ins Fitnessstudio angemeldet, sich ein Rad- und Laufrad gekauft und nimmt Abnehmpillen. Nach der Diät nimmt er jedoch wieder alles doppelt zu. Er hat schon „alles versucht“, nimmt aber einfach nicht ab.

Was macht Horst falsch?
– Er verknüpft Essen mit Emotionen. Das ganze Leben besteht aus Emotionen. Mit ihnen durch Nahrung umzugehen, kann langfristig nur dick machen
– Er startet immer steil und flacht dann ab, weil ihm Energie ausgeht
– Er setzt sich unrealistische Ziele
– Er geht den konventionellen, aber nicht seinen eigenen Weg
– Er weiß nicht, welche Lebensmittel wirklich gesund sind
– Er möchte das Unmögliche erreichen
– Er möchte seinen Lebensstil nur eine Diät lang ändern und nicht ein Leben lang
– Er möchte gar nicht wirklich abnehmen
– Er ist nicht fokussiert auf sein Ziel

Diese vier Beispiele sind einfach prototypische Exemplare für Themen, die jeder von uns schon einmal mehr oder weniger erlebt, oder zumindest davon mitbekommen hat. Manchmal will es einfach nicht sein, es läuft nicht, wie man sich das vorstellt, oder man tritt auf der Stelle. Ziele können nicht verwirklicht werden und die Realität weicht stark von den eigentlichen Vorstellungen ab.

Doch es gibt auch Möglichkeiten, wie man wieder in den Flow kommen kann. Hauptbedingung ist, dass man etwas wirklich und von ganzem Herzen möchte. Das ist keine Floskel aus einem Disney Film (auch wenn Walt Disney sagt: „If you can dream it, you can do it“, sondern stammt aus langjähriger Eigenerfahrung und Beobachtung. Man wird selten einen Menschen treffen, der in einem ziemlich permanenten „Flow“ und Erfolg lebt, der nicht hart dafür gearbeitet hat und folgende Regeln beachtet hat.

– Sei dir bewusst, was du wirklich und ehrlich willst. Lass dein Ego beiseite.
– Arbeite jeden Tag für dein Ziel, bis dein Ziel für dich mitarbeitet.
– Fokussiere deine Energie auf das Gewünschte.
– Verkaufe dich niemals unter deinem Standard und Wert.
– Beiße aber dennoch in den sauren Apfel, wenn es zweckdienlich ist.
– Gehe keinen faulen Kompromisse ein, aber gehe notwendige ein.
– Sei authentisch.
– Visualisiere den gewünschten Endzustand.
– Lass los, was nicht geklappt hat.
– Akzeptiere, was nicht sein soll.
– Arbeite mit und an dem, was ist.
– Lebe im Augenblick und träume von der Zukunft.
– Meide negative Menschen und Einflüsse.
– Hole dir Mut bei Menschen, die an dich glauben.
– Überprüfe und update deine Ziele regelmäßig.
– Glaube daran, dass alles im Leben einen Sinn hat.
– Erschaffe dir dein Leben.
– Nimm was geht mit Humor.

Natürlich kann man nicht permanent in einem guten und erfolgreichen Zustand sein. Erfolg ist außerdem subjektiv und kann daran gemessen werden, ob du dich gut fühlst mit dem wie etwas ist. Auf jeden Fall ist es wünschenswert, den Großteil seines Lebens in einem glücklichen Zustand zu verbringen. Die von mir aufgezählten Punkte helfen auf jeden Fall dabei.

Verratet mir doch in den Kommentaren, wie ihr euer Glück bewahrt! Bin gespannt.

Liebe Grüße,
Eure Nicole

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Text und Idee: Nicole Inez

 

 

 

 

PsychoLogisch: Wie bekomme ich die perfekte Bikini-Figur?

Den heutigen Text möchte ich gerne mit einer Nutzungsempfehlung beginnen. Ich glaube, das ist auch der Hauptgrund, warum ich das tun werde (Also den Text mit einer Empfehlung beginnen). Also ab dem nächsten Satz. (Das erwähne ich nur, damit keine Verwirrung darüber entsteht, wann die Einleitung aufhört, und die Gebrauchsanweisung beginnt. Genau hier (weil ja das Wort Gebrauchsanweisung davor steht. Logisch, oder?) Gebrauchshinweis zum Text: Obwohl im Titel bereits das Wort „Bikini“ steht, sind die nachfolgenden Zeilen und Tipps sowohl für Frauen, als auch für Männer geeignet. Auch dicke Kinder möchte ich nicht ausgrenzen. Sie sind nur dick, nicht ungut. Also nichts für Ungut.

Wie jedes Jahr um dieselbe Zeit, dürften sich in den Frauen- und Lifestylemagazinen (wahrscheinlich auch in den Männerzeitschriften, aber die lese ich als bekennende Frau eher nie bis überhaupt nie und niemals) gerade irrsinnig viele Tipps und Tricks tummeln, die allesamt komplett verschieden sind und dennoch das Gleiche versprechen: Die perfekte Bikinifigur. Bevor ich nun auf den philosophischen Aspekt dieses Humbugs eingehe, schreibe ich erst diesen Absatz zu Ende und vielleicht kommt auch noch ein weiterer hinzu. Oder noch viele mehr und ich gehe gar nicht mehr darauf ein. Woher soll ich das wissen? Ich bin ja keine Hellseherin.

Wie schon vorhin angedeutet, halte ich nichts von „schlank in 10 Tagen“, „diese 10 Tricks lassen sie schlank in die Badehose schlüpfen“, „nie mehr dick sein, dank Watte essen…“. Diese Floskeln sind für mich genauso hohl, wie die Menschen, die diese Tricks anwenden und solche Magazine mit monatlichen Beträgen unterstützen, indem sie sowas (ja, ich meine wirklich sowas) kaufen. Das einzige, was solche Tipps trotz ihrer Unterschiedlichkeit im Sinnlosigkeitsgrad haben, ist ihre Nutzlosigkeit und ihre (für mich offensichtliche) Ironie.

Ich sage es jedem immer wieder, dass es keine gute Diät gibt, weil man im Endeffekt wieder zunimmt und frisst wie ein Mähdrescher, sobald das Abnehmen vorbei ist. Dass auch Emotionen eine wichtige Rolle beim Essen, Ab- und Zunehmen spielen, man sich regelmäßig bewegen muss und nur eine dauerhafte Ernährungsumstellung die dauerhaft gewünschten Ergebnisse erzielen können. So habe ich abgenommen, so haben alle Leute abgenommen, die nicht mit drittem Namen Jo-Jo-Effekt heißen und so werden auch alle anderen Menschen abnehmen, deren Übergewicht nicht in einem genetischen Defekt liegt.

Da diese Theorie jedoch drei Tücken hat, will sie niemand wahrhaben:
1. Sie beutet keine Menschen aufgrund von Verzweiflung und Faulheit aus.
2. Sie verlangt, dass man sein Leben umstellt und dauerhaft was tut.
3. Es klingt zu einfach, um wahr zu sein.
4. Menschen sind Menschen (ja, ich habe zuerst gesagt, es handle sich um 3 Tücken und habe jetzt einen 4. hinzugefügt. Gut beobachtet, bekommst ein Zuckerl dafür).

Ich hatte früher die Tendenz, Menschen bekehren zu wollen und sie eines Besseren zu belehren. Mit der Erkenntnis, dass dies rein gar nichts bringt. Es ist doch schön, seine Bekanten und Verwandten alle drei Monate in einem neuen Licht zu sehen (30 Kilo plus, 30 Kilo minus, 20 Kilo plus, 10 Kilo minus). So wird das Leben nicht langweilig und die nächste Wunderdiät kommt bestimmt. Ich könnte zwar die Welt mit meinem Wissen retten, lasse meine psychologischen Weisheiten jedoch im Hintergrund, wende es auf mein Leben an und schaue mit Arroganz auf Magazine und ihre LeserInnen herab, die Millionenumsätze mit fremder Unreflektiertheit verdienen. Aber ich lächle dabei. Weil ich fröhlich und höflich bin. Das geziemt sich so.

Da ich natürlich zu jedem Thema die perfekten Tipps habe, gleich wie Lifestyle Magazine, möchte ich sie wirklich sehr, sehr gerne mit euch teilen. Wie kann ich also bis zum Sommer so eine Figur haben, dass ich einfach nur wunderschön schlank bin?

1. Im Bett liegen: Vermeide einfach jegliche körperliche Bewegung außerhalb deines Betts. Am besten du bleibst im Bett liegen und lässt die Wohnungstür aufgesperrt. So kann Putzfrau, Lieferdienst und sonstige Besuche ein- und ausgehen, ohne dass du permanent aufstehen musst.

2. Essen frittieren: Backe (nein nicht bloß braten: backen!) alles in Fett raus. Egal was es ist. Wer nicht weiß, was man alles in Fett rausbacken kann, dem rate ich folgendes Video als Inspiration (wobei der letzte Tipp absolut grenzüberschreitend und widerlich ist): Frittieren bis einer heult

3. Auto: Fahre überall hin mit dem Auto. Beim einkaufen stellst du dich am Besten vor den Eingang des Supermarktes. So vermeidest du unnötige Schritte. Was zu viel ist, ist doch wirklich zu viel.

4. Werfen: Wenn du eine Einzimmerwohnung hast, bist du bei diesem Tipp definitiv im Vorteil. Solltest du eine große Couch mitten im Zimmer haben, kannst du von dort aus bequem alles steuern. Z.B. Kannst du die Fernbedienung auf den Lichtschalter werfen, um die Lampe auszuschalten. Oder du benutzt deinen Wanderstecken und weiter entfernte Dinge aufzuklauben und in deine Nähe zu schieben.

5. Fastfood: Dieser Radschlag ist ein wenig an das Frittieren angelehnt. Jedoch viel abwechslungsreicher und ausgewogener. Iss jeden Tag im Jahr Fastfood. Inspirieren lassen kannst du dich hierbei durch einen Urlaub in Amerika. Dort fangen die Portionsgrößen dort an, wo unsere aufhören. Viel Fleisch von gequälten Tieren ist auch ein heißer Tipp. Als guten Ausgleich hilft genügend Bier und Alkohol im generellen (der hat aufgrund seines Flüssigkeitsgehalts überhaupt keine Kalorien).

6. Sport vermeiden: Sport ist Mord, ist kein Gerücht. Es ist eine gesunde Lebenseinstellung, derer man nachgehen sollte. Am Besten, man sieht schon Zähneputzen und andere Pflichten des Alltags als Anstrengung. Das ist eine gute Einstellung, die garantiert, dass es niemals zu etwas Sinnlosem wie sportlicher Betätigung kommen wird.

7. Emotionen verdrängen: Niemand spricht darüber, weil niemand darüber spricht. Deshalb weiß es auch niemand, weil es kaum jemand weiß: Der Umgang mit Emotionen kann dick machen. Deshalb ist Frustessen eine sehr gute Möglichkeit, mit sich selbst und vor allem seinem Äußeren im Reinen zu sein. (Es ist nur ein dummes Gerücht „wie im Innen so im Außen.) Demnach ist es eine sehr gute Taktik, vor Problemen davonzulaufen und alles im wahrsten Sinne des Wortes in sich hineinzufressen.

8. Mache alles allein: Falls du dich doch dazu motivieren solltest, Sport zu machen (wovon ich wirklich dringend abraten würde), schau dass es etwas ist, was du immer allein machen musst. Sehr schlecht wäre, wenn du jemanden hättest, mit dem du dich gemeinsam bewegen könntest. Das könnte dich im schlimmsten Fall sogar dauerhaft motivieren und in einem Hobby ausarten. Vorsicht ist also geboten!

9. Abartige Ziele: Setze dir deine Ziele so unrealistisch wie möglich. Z.B.: Ich möchte aussehen wie Heidi Klum. Oder: Ich möchte in 10 Tagen 10 Kilo abnehmen. Oder: Ich möchte schlank werden im Schlaf. Oder, oder, oder…. A Kotz is ka Koder (Übersetzung aus dem Österreichischen: Eine Katze ist kein Kater.)

10. Mit dem letzten Tipp fasse ich die drei wichtigsten Komponenten zusammen: Iss einfach permanent, bewege dich kaum bis gar nicht und gehe falsch mit deinen Emotionen um.

Das waren meiner megatollen, hilfreichen Tipps für euch. Ich hoffe, ihr rollt schlank durch den Sommer.

 

Wer gerne eine ernsthaft ernsthafte Version zum Thema abnehmen lesen möchte, dem rate ich folgenden Text, der offensichtlich kritisch ist, ohne ironische Umschweife: Kann es sein, dass du Absurdologie studierst?

 

Radschläge

 

Radschlagende Grüße,
Eure Nicole

Text und Idee: Nicole Inez

Wie kann ich mich zum Putzen motivieren?

Sich stapelnde Zeitungen, die so hoch sind, als würde man seit 1970 alle Ausgaben sammeln, obwohl man erst 1980 geboren ist. Fussel auf dem Boden, die so zahlreich sind, dass sie einem Teppich ähneln könnten, obwohl man erst vor drei Tagen Staub gesaugt hat. So viele Haare im Waschbecken und in der Dusche, dass man daraus eine Perücke für fünf glatzköpfige Männer machen könnte. Katzenhaare wie Sand am Meer, obwohl man die Katze nur noch im Garten aussperrt. Kurz gesagt: Zeit zum Putzen!

Es ist Wochenende und man hat das Putzen erfolgreich Tag für Tag vor sich hergeschoben. Doch mittlerweile ist es schon so weit, dass die Katze (oder der Chihuahua) nicht mehr von einem Staubball, der sich auf vielen Fusseln zusammengetan hat, zu unterscheiden ist. Man räumt den Wäscheberg zwar schon von einem Sessel auf den anderen, aber er wird trotzdem nicht weniger. Wahrscheinlich liegt ein Fluch auf ihm, denkt man sich.

Man wartet seit Tagen auf Regenwetter, weil man bei schönem Wetter das Gefühl hat, etwas vom Leben zu verpassen, würde man jetzt die ganze Wohnung putzen. Vielleicht wird es ja morgen endlich düsterer, damit man in Ruhe seinem liebsten Hobby, dem Putzen nachgehen kann. Wenn dem nicht so ist, hat man wenigstens eine gute Entschuldigung, warum man sich erst durch Spinnweben kämpfen muss, bevor man jemandem die Tür öffnen kann.

Eigentlich kenne ich keinen Menschen, dem putzen Spaß macht. Aber ich kenne auch kaum einen Messi (also Leute die ein gestörtes Sauberkeitsempfinden haben und die Ratten, die sich aufgrund des Drecks eingenistet haben, als Kindern bezeichnen). Die meisten Leute, die ich kenne, fügen vor dem Wort „Putzen“ drei andere „ich muss/sollte Mal wieder….“. Irgendwie klingt das nach einer lästigen Verpflichtung. Ähnlich wie Herpes. Doch Herpes ist heute nicht Thema. Darüber unterhalte ich mich (euch) mit euch an einem anderen Tag.

Jeder kennt es, niemand gibt es zu und viele verfallen ihr immer wieder: der akuten Unlust zu putzen. Woher kommt sie und wohin geht sie? Und warum überfällt sie einen immer wieder? Dies alles sind Fragen an das Universum, auf die wir einfach keine Antwort bekommen werden, außer vielleicht: Weil putzen einfach nervt! Punkt! Ende.

Doch was kann man tun, um doch die Motivation an dieser doch regelmäßig stattfinden sollenden Tätigkeit, nicht zu verlieren?
Da ich Psychologie studiere, kann ich auch über das Putzen gute Radschläge verteilen.

  • Kaufe dir Schafe und mische Körner (oder was auch immer Schafe gerne essen) unter den Staub und lass die Tiere deine Wohnung sauber essen. Dieser Tipp ist inspiriert durch rasenmähende Schafe.
  • Spritz deine Wohnung mit einem Kärcher aus oder zünde sie an. In beiden Fällen brauchst du sie nie mehr putzen.
  • Arrangiere dich mit dem Dreck. Das ist ähnlich wie bei gestörten Menschen: Akzeptiere einfach, dass es sie gibt, lass sie toben und walten. Wenn es zu bunt wird, kannst du immer noch die Reißleine ziehen (oder im Wohnungsfall) putzen. Schimmel wäre hier die Grenze. Soll angeblich gesundheitsgefährdend sein. Wer möchte, kann das ausprobieren und mir dann sagen, ob es stimmt.
  • Lade dir einfach jeden 2. Tag Besuch ein. Niemand will sich vor fremden Menschen schämen, also wird er auch putzen, bevor Besuch kommt.
  • Die einfachste Lösung gegen Putzdemotivation sind Kinder: Wer kleine Kinder hat, muss sie in einer sauberen Umgebung aufwachsen lassen, sonst bekommt man Probleme mit Ämtern und Behörden. Und sobald sie gehen können, können sie dann putzen. Eine Win-Win-Situation quasi.
  • Reibe dich mit Öl oder Klebstoff ein und rolle dich durch die Wohnung. So verbindest du Sport mit Putzen. Was will man mehr?
  • Huste den Staub aus der Wohnung. Lade Freunde ein. Mach eine Party. Trinke Alkohol dazu, dann wird es lustiger.
  • Warte auf den Sommer, dann siehst du den Dreck besser als zur düsteren Herbst- und Winterzeit. Das kannst du übrigens auch als Erklärung und Entschuldigung anwenden, warum es bei dir aussieht wie Sau.
  • Mir fällt kein 9. Punkt mehr ein, weil es nur diese 8 ultimativen Tipps gibt. Diese sind universell gültig und nicht anzufechten.
  • Wenn du schon zu faul zum putzen bist, kannst du dir schon zumindest selbst einen 10. Motivationstipp überlegen.

 

Ich hoffe, ich konnte euch mit meinen Lifestyletipps gut weiterhelfen.

 

Saubere Grüße,
Eure Nicole

 

Radschläge

 

Text und Idee: Nicole Inez