10 Dinge, die einem am Flirten hindern können

Da es mittlerweile mehr Flirtratgeber gibt, als vegane Kochbücher, verfolgt mich das  Thema mehr oder weniger. Eher weniger als mehr, da ich auch andere Sorgen im Leben habe, aber doch so viel, dass ich beschlossen habe, hier und heute einen Text zum Thema zu schreiben. Warum auch nicht? In Bücherregalen, auf Facebook und auf Online-Seiten ist es präsent. Titel lauten: Flirten für Anfänger, Flirten für Fortgeschrittene, Flirten für Singles, Flirten für Affen (och, wirklich – nein eh nicht) und es gibt sogar Flirtcoaches und eben solche Seminare. Müsste ich eines halten, es wäre bestimmt alles, außer hilfreich. Warum? Das verrate ich unten im Text. Deshalb empfiehlt es sich, weiterzulesen.

Bei mir funktioniert flirten ganz intuitiv, ich kann das nicht generell, sondern nur, wenn ich das gegenüber anziehend finde auf allen Ebenen. Wenn dem nicht so ist, bin ich ein emotionaler Mimik- und Gestikstein. Deshalb kann ich euch leider auch keine wertvollen Tipps geben, wie man am besten flirtet. Ich kann euch nur sagen, es macht Spaß. Und ich kann euch sagen, was einem am Flirten hindern kann.

  • Kurzsichtigkeit: Ich kann euch gar nicht sagen, wie oft mir meine Kurzsichtigkeit in Kombi mit meiner Vergesslichkeit schon in die Quere gekommen ist. Wahrscheinlich wäre ich schon seit 10 Jahren verheiratet und hätte ebenso viele Kinder. Aber nein: Ich vergesse einfach viel zu oft meine Brille, oder ich steig drauf, oder, oder. Was ich euch auf eurem Weg mitgeben kann: Wenn ihr kurzsichtig seid, setzt eure Brille auf. Dann müsst ihr nicht jeden Menschen, der nicht gerade vor euch steht, ansehen als hättet ihr Böses im Schilde, weil ihr die Augen so weit zukneift. Außerdem können Augenbewegungen beim Gegenüber falsche Hoffnungen wecken. So manch ein Mann hat meine zusammengekniffenen Augen schon als Anlass genommen, um mir näher zu kommen. Sehr sexy.
  • Schüchternheit: Das ist jetzt der wahrscheinlich 100. Satz zu meiner eigenen Schüchternheit. Und wieder wird mir niemand glauben. Es ist nicht sonderlich hilfreich, wenn man bei Männern, die man nicht kennt, aber attraktiv und/oder interessant findet, einfach wegschaut und sie ignoriert, weil man Angst hat. Oder man komisch zu grinsen beginnt und man nicht ausschließen kann, ob man vor lauter Verlegenheit sogar gegrunzt hat (Achtung: Selbstironie). Also: wenn du flirten willst, solltest du deine Schüchternheit überwinden und den Tatsachen, oder dem Mann in die Augen schauen. Oder du bleibst einfach schüchtern, weil du nicht anders kannst, so wie ich.
  • Verklemmtheit: So, nachdem ich jetzt genug über mich selbst hergezogen bin, gehe ich über zu mir unbekannten, fiktiven Personen. Wenn jemand zu verklemmt ist, weil er nur eine Beziehung und was „Ernstes“ möchte und nicht in der Lage ist, diese Tatsachen und Wünsche aus seinem Gesichtsausdruck und seiner Körperhaltung zu bringen. Wie eine Statue, die nur darauf wartet, dass man sie mit nach Hause nimmt und sie täglich abstaubt. Es tut mir Leid, die Metapher ist schlecht und passt auch nicht in den Text. Finde dir einfach eine bessere. Danke! Was ich damit sagen möchte: Wenn du flirten willst, solltest du einfach offen sein. Und locker!
  • Anti-Flirt-Themen: Manchmal würden manche Leute glaube ich gerne flirten, wissen jedoch nicht genau wie (gleich wie ich). Nur, dass ich weiß, dass gewisse Themen nicht sonderlich sexy beim Gegenüber ankommen. Wie z.B. ExfreundInnen und wie toll sie waren und wie gut manche von ihnen denn nicht gepasst hätten, wenn dies und jenes nicht gewesen wäre. Ja, das Leben ist hart, man muss ich aber dennoch mit ihm konfrontieren und es ziehen lassen. Also: Wenn du flirten willst, sei flirty und nicht arm.
  • Körperliche Abwesenheit: Es ist schwierig mit jemandem live zu flirten, der physisch nicht anwesend ist. Natürlich kann man auch online flirten. Doch darum geht es in diesem Beitrag nicht. Online kann jeder (wobei, warte! Nein, ich revidiere diese Aussage.) Für das Live-Flirten gilt jedoch: Anwesenheit ist eher Grundvoraussetzung. Deshalb: Wenn du mit jemandem flirten willst: Sei körperlich anwesend.
  • Geistige Abwesenheit: Um ehrlich zu sein, kam mir dieser Gedanke erst nach dem Punkt der körperlichen Abwesenheit. Flirten erfordert z.B. Zeit, Energie, Können, ein Gegenüber, Charm, Interesse u.v.m.. Nicht verwunderlich, dass es nicht gut ist, wenn man geistig in Nebraska ist, wenn man sich körperlich gerade in Paris befindet. Verstehst du, was ich meine? Nein? Dann buche doch auch gleich meinen imaginären Flirtkurs „Flirten von Alaska bis Nebraska“.
  • Interessante Gerüche: Mit interessant meine ich nicht immer interessant. Manchmal zwar schon, aber interessant hat dann meistens eine negative Komponente. So wie ein „aber“ nach einem Lob: Auch da weißt du ganz genau: Du hast versagt und das Lob war nur die Einleitung zur Pointe. Kurz gesagt könnte man sagen: Wer flirten möchte, sollte nicht stinken. Weder nach Knoblauch, noch nach Zwiebel, Schweiß, Katzen, Hunden oder Urin. Eigentlich bietet es sich am besten an, wenn man frisch geduscht ist. Oder zumindest neutral riecht. Denn, wenn man mit seinem Gegenüber flirten möchte, verspürt man oft auch den Wunsch nach Nähe. Seltsam, oder? Ist aber so. Deshalb: Duften und duschen hängen unmittelbar miteinander zusammen.
  • Egomanie: Ich glaube, alle anderen Punkte können vernachlässigt werden, wenn du Egomane bist. Oder Narzisst, oder beides. Damit meine ich: Wenn du bei einem Kennenlernen oder potenziellen Kennenlernen nur dir selbst Komplimente machst, brauchst du eigentlich dein Gegenüber nicht. Es ist selten so, dass andere über Leute, die sich für Jesus halten, ebenfalls denken, er/sie sei Jesus. D.h. wenn du dir lieber selbst Komplimente machst als anderen, dann triff dich doch mit dir selbst. Deshalb: Halte deine Selbstverliebtheit zumindest bis zur Hochzeit zurück, dann ist es rechtlich abgesichert. (Ich weiß, Romantik kann ich). Buche deshalb auch gleich meinen imaginären Kurs „Romantisch, romantischer, Nicole – romantisch sein ist toll.“
  • Andere Menschen: Natürlich sollte man seine Flirtkünste ausweiten, schulen und erproben. Was jedoch nicht gut ankommt, ist dies in der Gegenwart der eigentlichen Flirtpartei zu tun. Sprich: Wenn du ein Date hast und mit deinem Gegenüber flirtest, braucht es nicht auch noch den Kellner dazu. Besonders ungünstig ist es, wenn du vergeben sein solltest, und dein Partner plötzlich den Flirt stört. Das macht einerseits die lockere Stimmung kaputt und bringt eventuell noch andere Probleme mit sich, auf die ich hier (aus Platzgründen) nicht näher eingehen möchte.
  • Nacktheit: In manchen Ländern ist Nacktheit im öffentlichen Raum vielleicht erlaubt. Da dies jedoch kein Beitrag zu Nacktheit im öffentlichen Raum ist, kann ich auch darauf nicht wirklich eingehen. Auf’s Flirten bezogen, kann das Fehlen von Gewand irgendwie irritieren. Oder vom Wesentlichen ablenken, sofern es was gibt. Ob es etwas Wesentliches gegeben hätte, wird man aber nie erfahren, wenn man die Dinge überstürzt und gleich nackt ist. Nur für den Fall, dass ihr gerne mit der Türe ins Haus fallt: Behaltet die Kleidung an.

 

So, mit diesen 10 blinkenden Warnschildern ausgerüstet, sollte dem perfekten Flirt eigentlich nichts mehr im Wege stehen, außer vielleicht ein Lkw mit mehreren Tonnen, was in meinem Fall dann die Schüchternheit wäre. Ich hoffe, ihr nehmt das Leben nicht zu Ernst und habt Spaß.

P.S.: Das Leben ist ja wirklich witzig. Ich bin heute extra an die Bib gefahren, um diesen Text (und noch ein paar andere) fertig zu schreiben. Und was passiert da: Ein Double meines absoluten Traummanns sitzt mir gegenüber und ich bin einfach nur arm und hilflos!

 

Ironische und radschlagende Grüße,
Eure Nicole

 

Radschläge

Advertisements

Kolumne: Was wollen Männer?

Wenn ich ehrlich bin, habe ich mir die Frage selten im eigentlichen Sinne gestellt. Wahrscheinlich, weil ich in erster Linie daran interessiert bin, was ich möchte. Und doch lese ich ab und zu Artikel, die beschreiben, was Männer wollen und was nicht. Die meisten kann ich jedoch nicht zu Ende lesen, weil ich mich sonst manipuliert und voreingenommen fühle. Und zusammengefasst lässt sich sagen, dass Männer eigentlich fast nichts wollen. Sie wollen keine zu attraktive Frau, zu erfolgreich darf sie auch nicht sein, nicht mehr verdienen, nicht zu lustig sein, aber dennoch muss sie über die Witze lachen. Sie muss erobert werden wollen, aber auch Zeichen senden und ihre Reize zeigen. Das ist kein Hirngespinst aus meinem psychologischen Gehirn, sondern eine Kurzzusammenfassung jener Artikel und YouTube-Videos, die ich bisher konsumiert habe.

Man kann sich jetzt natürlich fragen, warum ich das überhaupt lese? Das hat vor allem den Grund, weil ich grundneugierig (nein, das Wort gibt es nicht!) bin und ich das Mysterium des Mannes nicht wirklich logisch durchschauen kann. Ich gehe da immer intuitiv vor, habe das immer so gemacht und werde es aller Wahrscheinlichkeit auch immer so machen. Doch ich habe mir sagen lassen, dass es Tipps und Tricks gibt und dass Frauen Männern gefallen wollen und viele Dinge beachten.

Das Spannende ist, dass 1. jedes Mal, wenn ich einem Mann gefallen wollte, ich dabei versagt habe, weil ich 2. nicht authentisch war und aus meiner Natürlichkeit gefallen bin. Dann war ich eine Mischung aus halbweisen Ratschlägen, Tipps und Vermutungen, was denn das Objekt der Begierde wohl wollen und meinen könnte. Wahrscheinlich liegt es daran, dass ich enorm schlecht darin bin, nicht ich selbst zu sein. Es klingt komisch, aber ich kann eigentlich nicht anders, als ich zu sein. Was auch beinhaltet, dass ich nichts befolgen kann, was ich nicht bin. Also bin ich vor allem eines: Ehrlich!

Was aber nicht heißt, dass ich mich nicht auch manchmal extra hübsch mache, wenn ich ausgehe und mir denke, dass ich heute sehr gut aussehe. Lustiger Weise sind dies dann meist jenen Abende, wo ich an meinem Getränk nippend auf der Tanzfläche wackle (nicht, weil ich so betrunken wäre, aber weil mir gerade kein anderes Wort einfällt) und mich wundere, warum denn niemand meinem Aufwand Aufmerksamkeit schenkt.

Und dann gibt es Abende wie gestern. Unausgeschlafen, müde und eigentlich bettreif und -fertig, geht man zu Freunden, um einen gemütlichen Abend zu verbringen. Man zieht eine ausgewaschene Jeans, eine x-beliebige Weste und einen Schal an, den man normalerweise nur bei Strick- und Teeabenden mit seiner Großmutter an hat. Dazu kombiniert man einen Turnbeutel und Turnschuhe. Mit letzter Kraft schmiert man sich noch ein wenig Make Up, über die mangels Schlaf entstandenen Augenringe, die auch gut die Krater auf dem Mond symbolisieren könnten. Eigentlich möchte man schon heim, doch weil der Abend lustig ist und man seine Freunde mag, geht man noch „fort“. Dort steht man dann wie eine schlecht verankerte Laterne im Wind und hebt unmotiviert alle 3 Takte die Arme, damit  man sich bewegt, weil die Musik ja eigentlich ganz nett ist. Während man mit Bier vollgeschüttet wird und grantig dahingrantelt (nein, auch dieses Wort gibt es nicht!), wird man von allen Seiten angerempelt und am Turnsack berührt, weil niemand vorbei kann. Ich hätte mir nie gedacht, dass man an einem Abend wie diesem: Müde, grantig, eigentlich schon gedanklich im Bett und nach Bier und wahrscheinlich auch anmutend nach Schweiß riechend, so viele Angebote bekommt.

In Gedanken ging ich die eingangs erwähnten Ratgeber durch und bemerkte: Ich habe nicht einen einzigen davon befolgt, im Gegenteil. An diesem Abend war ich einfach nur ein Mensch und mehr ich selbst als ich es sein würde, wenn ich jemandem gefallen möchte. Diese Erfahrung hat mich nur darin bestätigt, dass es im Prinzip egal ist „was Männer wollen“, weil es keine Geheimtipps gibt, außer das Lied der Ärzte („Das Lied vom Scheitern“, welches besagt: „Du bist immer dann am Besten, wenn’s dir eigentlich egal ist.“

Analysierte Grüße,
Eure Nicole

man-2854030_1280

 

 

Psychische Probleme sind keine Schande – lass dir helfen!

Psychology2go

Wie ich bereits vor Tagen erwähnt habe, hat mich der Selbstmord des Leadsängers von Linkin Park, Chester Bennington, schwer getroffen. Mehr dazu könnt ihr hier nachlesen: Weil du uns fehlen wirst, Chester! Doch seine Verzweiflungstat ist nur eine von Millionen und bekommt Gehör, weil er reich, berühmt und erfolgreich war. Neben ihm gibt es aber noch unzählig viele andere verzweifelte Menschen, die depressiv oder anders psychisch gestört ihr Leben meistern. Nur weil jemand nach Außen hin ein „glückliches Leben“ zu führen scheint, muss dem nicht so sein. Was einzig und allein zählt, ist wie es in einem aussieht und ob man sich von seelischem Leid, dass man erfahren hat, wieder erholen kann. Dafür gibt es keine Standardformel, ob, wie schnell und in welchem Maße sich ein Mensch davon erholen kann. Doch jeder kann und soll sich helfen lassen, wenn er das Bedürfnis nach Hilfe hat. Das ist keine Schande, sondern eine große Stärke und Zeichen von gesunder Selbstfürsorge.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass psychische Probleme bei Weitem nicht dieselbe Beachtung erlangen, wie körperliche. Niemand wird schief angeschaut, wenn er wegen einer Verkühlung zum Arzt geht, doch ganz bestimmt, wenn man wegen Depressionen oder noch „schlimmeren“ oder unbekannteren Störungsbildern in Behandlung geht. Gut gemeinte Ratschläge und Unverständnis für die wahre Natur dieser Erkrankung prasseln auf den Betroffenen ein. Depression ist was es ist: Es ist eine psychische Erkrankung, eine Hemmung im Leben, ein Leid, das man sich nicht vorstellen kann, wenn man es nicht selbst erlebt hat. Und es ist vor allem eines: Ernst zu nehmen!

Es ist nicht feig, wenn man professionelle Hilfe sucht, sei es bei einem Psychotherapeuten oder einem Psychologen. Ich lasse hier bewusst Psychiater aus, da ich in diesem Feld keine Erfahrungen habe und aber auch weiß, dass ein Psychiater ein Mediziner ist und psychische Probleme aus einem anderen Blickwinkel betrachtet, der nicht mein Zugang ist. Eine Psychiater muss Medizin studieren und darf somit auch Medikamente verabreichen, was er normalerweise auch tut gegen psychische Probleme. Das ist nicht mein Zugang, aber darum geht es in diesem Text nicht. Es ist aber in manchen Fällen auch eine gute Kombination aus Therapie und Medikation, die heilen kann.
Auf jeden Fall ist es richtig und wichtig, dass man zu einem Therapeuten geht, wenn man an sich selbst negative Veränderungen merkt. Vor allem, wenn man sich innerlich gegen das Leben entscheidet oder einem der Alltag nicht mehr sinnvoll erscheint.

Ich schreibe hier nicht von kurzzeitigen Verstimmungen, oder von einem schlechten Tag, auch nicht von Demotivation über einen längeren Zeitraum. Und ich kann euch auch versichern, dass euch bei einer Depression ein dümmlicher Ratgeber mit dem Titel „Wie komme ich in 10 Schritten aus der Depression“ nicht helfen kann.
(An dieser Stelle muss ich nochmal erwähnen, wie sehr ich es verachte, wenn selbsternannte Psychologen anderen Pseudotipps geben und somit eine ernst zu nehmende psychische Erkrankung als lauen Sommerspaziergang mit ein paar Regentropfen und Wolken am Himmel darstellen, denen man durch Aufspannen eines Schirms entgegenwirken kann!
Schämt euch und das meine ich wirklich so, schämt euch, euch anzumaßen, zu wissen, wie es einem Depressiven geht und schämt euch, euch anzumaßen, ohne jegliche Ausbildung in diese Richtung anderen helfen zu wollen und damit alles noch schlimmer zu machen.

Denn: wie muss sich ein Mensch, der sich pathologisch nicht mehr des Lebens freuen kann, weil er einfach krank ist, wenn du schreibst, dass er einfach mehr raus gehen soll und sich am Leben freuen? Wenn er im Internet recherchiert, wie er sich helfen kann und dann von deinem Irrsinn liest, dass er einfach rausgehen soll und Freunde treffen und sich ablenken? Ich will gar nicht weitermachen, mit all den sinnlosen Tipps, die so im Internet kursieren. Wenn du im Internet Dinge veröffentlichst, dann sei dir gefälligst deiner Verantwortung bewusst und lasse Menschen die verzweifelt sind, nicht noch verzweifelter werden, weil sie deinen Wahnwitz nicht umsetzen können.

Wenn man merkt, dass es einem zusehends schlechter geht und man sein Leben nicht mehr bewältigen kann, dann braucht es keine schlauen Ratschläge, keine Verurteilung, dann braucht es Angehörige die da sind und dann braucht es professionelle Hilfe. Auch wenn man es in der Verzweiflung der Depression nicht mehr wahrnehmen kann, das Leben ist wertvoll und Wert gelebt zu werden. Denn wenn man die Dunkelheit überwunden hat, kommt auch wieder Licht!

Ich möchte ausdrücklich erwähnen, dass Depressionen gut behandelbar sind, wenn man sich darauf einlässt. Und ich möchte auch erwähnen, dass eine Depression nicht per se in Selbstmord endet.

Was versteht man eigentlich unter einer Depression (kurz zusammengefasst):

Eine Depression zeigt sich durch etwa folgende Symptome:
– Antriebslosigkeit
– Schuldgefühle
– Ängste
– Schlaflosigkeit
– Unruhe
– Selbstmordgedanken.

Um von einer Depression sprechen zu können, muss man eine bestimmte Anzahl der Symptome über einen längeren Zeitraum haben. Außerdem kann es zwischen Männern und Frauen Unterschiede geben, wie sich eine Depression auswirkt.

Männer: Reizbarkeit und Verstimmung, niedrige Impulskontrolle (schnelles Aufbrausen), Wutanfälle, Neigung zu Vorwürfen, geringe Stresstoleranz, hohe Risikobereitschaft….
Frauen: ziehen sich eher zurück, in sich gekehrt, grübeln, sind ruhiger als gewohnt…

Kurzfakten:

– Wahrscheinlichkeit Erkrankung Frauen: 10-25%
– Männern: 5-12%.
(Zahlen für Österreich)
– Durchschnittl. Erkankungsalter zwischen 25-44 Jahren.
– Dauer: ca. 6 Monate

Wer sich genauer informieren möchte, schaut hier nach:
http://www.icd-code.de/icd/code/F30-F39.html

Wenn du Hilfe brauchst, gibt es einige Nummern, die im Link aufgelistet sind:
http://www.hilfe-in-der-krise.at/index.php/notrufnummern.html

Liebe Grüße,
Eure Nicole

 

Besuche Nicole Inez – Deine PsychoLogin auch auf:

1487807947_facebook_social_media_logoFacebook
1487808061_twitter_social_media_logoTwitter
1487808326_pinterest_social_media_logoPinterest
1487808005_instagram_social_media_logoInstagram
1487808025_google_social_media_logoGoogle+
1487809166_blogger_social_media_logoBloglovin

Die Macht des fokussierten Lebens – eine Selbsterkenntnis & Anleitung

Man kann wirklich viel vortäuschen, oder auf englisch ausgesprochen „faken“: Interesse, Desinteresse, Höhepunkte, Tränen, Gefühle und angeblich auch ganze Beziehungen. Wie dem auch sei, was man ganz bestimmt nicht vortäuschen kann, ist Fokussiertheit. Ich spreche da aus eigener Erfahrung. Und wer meinen Blog von Anfang an mitverfolgt hat, der kann wahrscheinlich nachvollziehen, was dem ersten Absatz folgen wird. Mittendrin hab ich den Fokus verloren. Wo eine Zeit lang Regelmäßigkeit und eine Vielfalt an Themen war, war gähnende Leere. Ich fand es wirklich schade, doch ich konnte nichts machen. Aus anfänglicher Zeitnot wurden dumme Ausreden und aus dummen Ausreden wurden Energieverschwendungen an Dinge die Mal waren, niemals sein werden oder vielleicht Mal sein könnten. Kurzum: Ich habe den Fokus verloren oder ihn falsch ausgerichtet.

Wo ich zu Beginn meiner „Bloggerkarriere“ einfach nur gemacht habe und nicht nachgedacht, entstand ein Text nach dem anderen. Dann kamen Follower, mehr Aufrufe, meine Texte wurden vielfach gelesen, geteilt und diskutiert. Eigentlich kam alles gerade ins Rollen und irgendwie auch gleichzeitig in mir zum Stillstand. Ich habe mich gefragt, ob ich die Zahlen halten kann. Mich verglichen mit anderen, deren Zahlen höher waren. Meine Zahlen der Vormonate verglichen und eine mittlere depressive Verstimmung bekommen, wenn der Balken des nächsten Monats nicht weiter kontinuierlich höher war, wie ich es aus den letzten Monaten gewohnt war. Mich mit jenen verglichen, die Sachen verschenken, um ihre Followerzahlen zu erhöhen, die Werbung schalteten…. Und mich gefragt, ob ich denn das auch wollen würde. Ich habe alles getan, neben meinem ohnehin schon straffen Zeitplan, außer schreiben für den Blog. Aber immerhin gibt es nun über 60 Entwürfe. Denn in Wahrheit ist der Vergleich der Anfang allen Endes. Und es bringt weder dir selbst noch dem anderen etwas. Also: Fokus auf sich selbst ist das einzig Sinnvolle, um sich selbst treu zu sein.

Ich habe überlegt, meinen Bloggernamen zu ändern, obwohl mir gute Freunde mehrfach davon abgeraten haben, da sie den Namen genial finden. (Ich eigentlich auch, auch wenn manch ein Menschlein die Ironie dahinter bis heute nicht versteht und es immer wieder Leute gibt, die glauben, dass er eh richtig geschrieben ist.)
Ich habe überlegt, Texte vorzuschreiben. Habe Texte geschrieben und sie nicht veröffentlicht. Immer wieder haben mir Leute gesagt, dass sie meine Texte lesen und mögen. Doch irgendwie mochte ich selbst nicht mehr so recht, was ich tat oder eben auch nicht (mehr) tat. Wenn ich „zurücklese“ auf meine ersten Texte, habe ich mich sehr verbessert, aber mich dennoch viel mehr hinterfragt als damals.

Wenn ich wollte, könnte ich (dieser Satz bis hierher ist einer meiner liebsten Sätze überhaupt, aber darum geht es jetzt nicht) noch ewig ausholen über die Zeit in der mein Blog (und somit auch irgendwie meine zweite Welt) still stand. Aber das bringt keinem was. Ich wollte euch nur anhand meiner eigenen Geschichte aufzeigen, wie wichtig es ist, den Fokus zu behalten. Und wie wichtig es auch ist, nicht zu denken, sondern einfach zu tun, wenn man etwas liebt. Und wie wichtig es ist, die Energie von Menschen und Situationen zu nehmen, die diese entweder nicht verdienen (nicht weil sie böse sind, sondern weil sie böse sind. Ja, es gibt einfach böse Leute)  oder diese nicht wertschätzen. Auch wenn ich selbst immer wieder vermisst habe, zu bloggen, bin ich dennoch all den Leuten dankbar, die gefragt haben, wann denn wieder was kommt von mir.

Ich freue mich, aus den Erfahrungen und der Selbsterkenntnis der letzten Monate gelernt zu haben und euch vielleicht weiterhelfen zu können. Deshalb:

– Wenn du etwas liebst, räume dieser Sache Zeit ein.
– Denke nicht nach, tue einfach.
– Du weißt nicht, was passieren hätte können, wenn du dich nicht traust.
– Sei weniger kritisch mit dir selbst und mehr fokussiert.
– Mache dir einen Plan, den du auch umsetzen kannst.
– Denke dann aber nicht mehr nach, sondern (ich wiederhole mich, jaja): Tue einfach!
– Verschwende deine Energie nicht mit Dingen/Personen die du nicht ändern kannst!
– Arbeite lieber an den Lebensbereichen die Du in der Hand hast!
– Mache die Dinge so wie du sie kannst, bist du es besser weißt. Dann mach sie besser.
– Somit bekommst du wieder neue Energie für neue Bereiche und Projekte!
– Für etwas im Leben eine Leidenschaft zu haben, ist das Schönste das einem passieren kann.

Wie steht ihr zu dem Thema Verlust des Fokus? Habt ihr das auch schon erlebt? Wie seid ihr damit umgegangen? Lasst es mich wissen!

In diesem Sinne,
stay focused 😉
Eure Nicole

Besuche Nicole Inez – Deine PsychoLogin auch auf:

1487807947_facebook_social_media_logoFacebook
1487808061_twitter_social_media_logoTwitter
1487808326_pinterest_social_media_logoPinterest
1487808005_instagram_social_media_logoInstagram
1487808025_google_social_media_logoGoogle+
1487809166_blogger_social_media_logoBloglovin

bessermachen

 

Psychology2go: Ist diese Person meine Zeit Wert?

„Eigentlich haben wir nicht viel davon und doch ist es eines der kostbarsten Güter, die wir haben: Zeit.“ – Nicole Inez

Im Laufe seines Lebens lernt man viele Menschen kennen. Die einen bleiben länger, die anderen kürzer. Und wenn man Glück hat, bleiben einem die Liebsten eine lange Zeit im Leben. Doch manchmal – besonders wenn mein ein gutherziger, offener Mensch ist – gerät man an die „falschen“ Personen. Damit will ich nicht sagen, dass es irgendeine Erfahrung in personifizierter Erscheinung gibt, die keinen Sinn macht. Jede Begegnung lehrt uns etwas: Über uns, über das Leben, oder zumindest darüber, wie man selbst nicht sein möchte. Mit den falschen Leuten meine ich Menschen, die einen in irgendeiner Weise nicht gut tun. Von solchen Menschen sollte man sich so schnell wie möglich trennen, sobald man bemerkt, dass mehrere der folgenden Punkte auftreten: (Dieser Text spricht nicht die generellen Energievampire an, die so oder so einfach nur zu meiden sind).

Ich meine damit Susi und Strolchi (Namen von der Redaktion geändert), die einfach nicht gut zu oder für euch sind, weil:

  • Es gibt Menschen, die finden einige Dinge an euch nervig und zeigen/sagen euch das auch permanent auf eine Art und Weise, die euch verletzt. Sie bessern euch sehr oft aus und wissen alles besser. Denn sie wissen auch über dich Bescheid, weil du dämlich bist und dich ruhig so fühlen darfst.
  • Manche Leute belächeln dich und deine Ziele. Sie haben oft keine eigenen oder trauen sich nicht, zu ihren zu stehen. Das Belächeln hat zwar nichts mit dir zu tun, aber es zeigt viel über den Charakter dieses Menschen. Glückliche Leute müssen niemand anderen runtermachen. Willst du mit so jemandem deine Zeit verbringen? Jemand der weder an sich und noch viel weniger an dich glaubt? Bist du eine Witzfigur? Oder warum darf jemand über dich im negativen Sinne lachen?
  • Susi gibt dir permanent Ratschläge, weil sie einfach immer weiß, was gut und was schlecht für dich ist. Auch wenn du nicht fragst, bevormundet sie dich – Charakteranalyse inklusive. Du musst dein Persönlichkeitsprofil gar nicht anfordern, du bekommst es bei jedem Treffen umsonst – bitte, danke, nein danke!
  • Strolchi (der Genderfairness halber) hat schwere Probleme mit sich selbst. Lässt diese aber nicht behandeln, weil sein Stolz es ihm verweigert. Stattdessen läuft er lieber belastet durch die Welt und projiziert verschiedenste Situationen und Erlebnisse auf unterschiedliche andere Situationen, die eigentlich gar nicht real sind. Kurz zur logischen Erklärung: Angenommen Strolchi hat immer wieder Probleme, sich von seiner Schwester Strolchilini abzugrenzen. Sie nutzt ihn nach Strich und Faden aus, aber er merkt es nicht mehr, weil es einfach schon immer so war. Dann trifft er eine neue Person, es entwickelt sich über die Monate eine Freundschaft. Jedes Mal, wenn diese Person Strolchi um einen Gefallen bittet, rastet dieser aus und unterstellt ihr, dass sie ihn nur ausnutzen will. Was ist passiert? Er hat die belastende und verdrängte Situation mit seiner Schwester auf eine eigentlich unschuldige Freundschaft projiziert. Und wo dieses Beispiel herkommt, gibt es noch viel viel mehr.
  • Die Person x (deren Namen wir hier nicht nennen wollen) weiß nicht, wie sie zu dir stehen soll. Deshalb ist sie einmal nett und das andere Mal abweisend und komisch. Das hat damit zu tun, dass sie sich 1. ihrer selbst nicht bewusst ist (sonst würde sie wissen, welche Leute sie mag und welche nicht und welche Schlüsse sie daraus zieht). 2. Hast du Menschen verdient, die zu 100 Prozent sicher sind, warum sie dich so gern mögen und warum sie dich manchmal am liebsten auf den Mond schießen würden.
  • Gesten der Unhöflichkeit: Nicht zurückschreiben, permanent zu spät kommen, nicht richtig zuhören, versetzen, etc. Hier geht es mehr um deine eigenen Wertigkeiten. Diese werden im Laufe einer Freundschaft normalerweise mehr und mehr deutlich. Weiß eine Person, die dir nahe steht, was du überhaupt nicht leiden kannst und macht sie dennoch immer wieder: Lauf Forest, lauf! (Sorry, das musste jetzt sein)
  • Wenn du merkst, dass du nur ein Ersatzprogramm für jemanden bist. Spontane Anrufe wenn Strolchi gerade den Bus verpasst hat, aber sonst nie? Plötzliche Absagen, wenn „jemand besserer“ Zeit hat? Nein, ich sag nein: Da bist du mehr Wert.

Es gibt natürlich noch viel mehr Punkte, wie man merkt, dass es Zeit ist, eine Person in die unendlichen Weiten des „Schleich di“ gehen zu lassen. Doch das sind die Wesentlichen!

Und wie könnt ihr merken, ob es die richtige Entscheidung war, eine Person in die Wüste geschickt zu haben?
Du bereust keine Minute, es getan zu haben.
Es geht dir viel besser ohne sie (die Person).
Deine Gedanken fühlen sich wieder frei(er) an.
Du musst dich viel weniger ärgern.
Du denkst eigentlich kaum an die Person.

Ich wünsche euch, dass ihr bei solchen Entscheidungen auf euer Herz hören könnt und euch traut, ihm zu folgen!

Liebe Grüße,
Eure Nicole

 

psychology2go